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copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(16,18) Du sollst überall für deine Stämme in deinen Städten Richter und Aufseher in den Städten einsetzen, damit du immer jemanden hast, zu dem du hingehen und einen Streit richten lassen kannst. Denn die Richter sollen in Gerechtigkeit über euch richten.
Und wenn du schon ein Recht hast, nach dem gerichtet werden kann, sollst du dieses Recht dir nicht zurechtbiegen, wie du es gerne hättest. Auch sollst du Recht sprechen unabhängig davon, wer vor dir steht. Ein Reicher und ein Armer haben das gleiche Recht, ein berühmter Mensch das gleiche wie ein unbekannter. Das Recht verlangt auch, dass du dich nicht bestechen lassen sollst. Du sollst also kein Geld annehmen, um für jemanden günstig zu richten. Bestechung macht den Weisen blind und verdreht das Wort des Gerechten.
Du sollst also sehr darauf achten, dass du nach Gerechtigkeit, und nur nach Gerechtigkeit strebst. Nur wenn das Recht gerecht angewandt wird, hast du im Land, das der Ewige dir gibt, eine Zukunft.
Du sollst dir einen Altar für den Ewigen errichten, wenn du in das Land kommst. Aber achte darauf, dass du neben den Altar keine anderen Symbole aufstellst, die mit Götzendienst zu tun haben. So etwas hasst der Ewige.
(17) Auch sollst du keine Opfer zum Ewigen bringen, die nicht in Ordnung sind. Also keine Tiere opfern, die irgend einen Fehler oder ein Gebrechen haben. Das alles ist dem Ewigen ein Gräuel.
Wenn es bei dir jemanden gibt, sei es eine Frau oder ein Mann, der etwas furchtbar Schlimmes getan hat, der also z.B. die Sonne oder den Mond anbetet oder sonst irgend einem Götzendienst nachgeht, dann sollst du diesen Menschen vor die Stadt bringen und ihn dort steinigen. Aber achte darauf, dass du genau weißt, dass so etwas Schlimmes passiert ist. Du darfst niemanden töten, nur weil du davon gehört hast. Du musst dich genau erkundigen, mindestens zwei oder drei Zeugen müssen dir das bestätigen können. Sagt nur ein Zeuge, das und das ist passiert, dann genügt das nicht.
Und wenn du den bösen Menschen zur Stadt hinausführst, um ihn zu steinigen, dann sollen die Zeugen die ersten Steine auf diesen Menschen werfen, danach das ganze Volk. Das Böse sollst du aus deiner Mitte herausreißen.
Wenn dir in einem Mordfall bei einem Rechtsstreit oder bei einer Körperverletzung eine Rechtsentscheidung verborgen bleibt und deshalb Streit darüber aufgekommen ist, dann sollst du zu den Kohanim (Priester) aus dem Stamm Levi und dem amtierenden Richter gehen und sie fragen. Die Kohanim werden dir diesen schwierigen Fall entscheiden. Und du sollst dann genauso handeln, wie es dir gesagt worden ist, achte darauf sehr genau, weiche davon weder rechts noch links davon ab.
Wer nicht auf den Kohen hört und sich nicht daran hält, was der Kohen entschieden hat, der ist selbst des Todes.
Das ganze Volk soll es hören, damit es Respekt hat vor den Kohanim und nicht weiter Schlimmes anrichtet.
Wenn du in das Land, das der Ewige dir gibt, kommst und du möchtest dann einen König haben, so wie alle Völker ja einen König haben, dann achte auf Folgendes: Nur der darf König über dich werden, wer vom Ewigen auserwählt wird. Und nur einen von euch darfst du zum König machen, also keinen Fremden.
Und wenn du dann einen König hast, dann soll auch der König auf Folgendes achten: Er darf sich nicht viele Pferde anschaffen, auch darf er nicht nach Ägypten, um sich dort noch mehr Pferde zu holen. Denn der Ewige hat verboten, nach Ägypten zurückzukehren. Ein König soll sich auch nicht viele Frauen nehmen, das bringt ihn von seiner Aufgabe als König nur ab, auch Gold und Silber soll er nicht anhäufen.
Und wenn der König dann eingesetzt ist und auf seinem Thron sitzt, dann soll er diese Weisung, die die Kohanim aufbewahren, abschreiben und alle Tage seines Lebens studieren. Denn er soll lernen, vor dem Ewigen Respekt zu haben und er soll alle die Worte, die in der Weisung stehen, beachten. Denn ein König soll sich nicht über seine Landsleute erheben und vom Weg der Gebote abweichen. Nur so kann er lange über sein Reich herrschen.
(18,3) Die Kohanim aus dem ganzen Stamm Lewi bekommen, anders als ihr, nichts von dem Land Jisrael. Sie sollen ihren Dienst tun und dort ihren Teil erhalten, so werden sie genug zum Leben haben. Aber einen Besitz am Boden sollen sie unter Jisrael nicht haben.
Und das ist es, was den Kohanim zusteht und was sie vom Volk erhalten: Bringt ein Jisraelit ein Tier zum Opfer zum Heiligtum, sei es nun ein Rind oder ein Lamm, so erhält der Kohen einen bestimmten Anteil von diesem Tier.
Auch den ersten Teil vom Korn, vom Most, vom Öl und auch der erste Teil von der Schafschur sollst du dem Kohen geben. Schließlich sind es die Kohanim, die der Ewige aus dem Volk Jisrael ausgewählt hat, damit sie den Dienst für den Ewigen tun.
Und jeder Lewi, egal von woher er kommt, kann an den heiligen Ort kommen, um dort zu stehen und den Dienst für den Ewigen zu verrichten. Er ist allen anderen Kohanim, die schon Dienst tun, gleichgestellt.
Wenn du in das Land kommst, das der Ewige, dein Gott, dir geben wird, dann achte darauf, dass du nicht all die furchtbaren Dinge tust, die die anderen Völker so gerne machen. Mach dich den andern nicht gleich.
Niemand soll also seinen Sohn oder seine Tochter für einen heiligen Zweck durchs Feuer gehen lassen. Keiner soll wahrsagen oder als Zeitendeuter übers Land gehen, überhaupt soll niemand irgend welche geheimen Künste vollziehen.
Jeder der so etwas tut, oder die Dienste von so einem Menschen in Anspruch nimmt, ist dem Ewigen ein Gräuel. Und weil die anderen Völker solche Gräueltaten verüben, deshalb werden sie vom Ewigen vertrieben, um für dich Platz zu machen.
Du aber sollst ganz zum Ewigen, deinem Gott, gehören. Dir habe ich nicht erlaubt, deine Zeit mit Zauberei und Wahrsagerei, mit Totenbeschwörung und anderen schrecklichen Dingen zu vergeuden.
Der Ewige, dein Gott, wird dir zur Zeit, wenn es nötig wird, einen Propheten, wie ich einer bin, schicken. Er wird aus eurer Mitte kommen. Und so, wie ihr auf mich hört, sollt ihr auch auf diesen Propheten hören.
Damit hält sich der Ewige an das, was er mir am Berg Chorev gesagt hat: Erinnert ihr euch, wie ihr einmal, als der Ewige euch erschienen war, gesagt habt: Ich möchte die Stimme des Ewigen lieber nicht mehr hören, und das Feuer nicht weiter sehen? Da sagte der Ewige zu mir: „Einen Propheten will ich aus ihrer Mitte holen, damit der alles hört, was ich sage, und er soll es ihnen weitersagen und ihnen darlegen. Und alle sollen auf die Worte dieses Propheten hören.“
Aber wehe, ein Prophet taucht auf und redet Worte, die ich nicht zu reden befohlen habe! Dieser Prophet ist des Todes.
Nun wirst du sicher fragen: Woran soll ich denn erkennen, dass ein Prophet das sagt, was vom Ewigen stammt, und nicht vielmehr eigene Worte? Dafür gibt es ein einfaches Mittel: Denn wenn ein Prophet im Namen des Ewigen etwas verkündet, und es trifft nicht ein, dann ist der Prophet ein falscher Prophet.
(19) Wenn du das Land, das ich dir gebe, erobert hast, dann sollst du drei besondere Städte, sogenannte Asylstädte, ein- und die Wege zu den Städten herrichten, damit sich dorthin der Totschläger retten kann.
Wie ist das zu verstehen? Es kann sein, dass ein Mensch einen anderen, der nicht sein Feind ist und es auch nie war, erschlägt. Zum Beispiel mit der Axt ausholt, das Eisen löst sich aus Versehen vom Holz und trifft eben diesen anderen, und der stirbt daran. Dann muss der, der erschlagen hat, in eine Asylstadt gehen. Denn nur in der Asylstadt ist er vor dem, der das vergossene Blut sühnt und dem Totschläger nachstellt und ihn töten will, sicher.
Deshalb hat der Ewige angeordnet, dass du drei Städte aussondern sollst. Und wenn du im Land nach den Geboten des Ewigen lebst und du das ganze Land erhälst, dann sollst du noch weitere drei Städte aussondern, die dir als Asylstädte zählen sollen.
Dies zu tun ist sehr wichtig, denn es darf kein Blut eines Unschuldigen fließen!
Aber was ist, wenn jemand die Asylstädte missbraucht? Das heißt, wenn ein Mensch einen anderen hasst und ihn in voller Absicht umbringt und in eine Asylstadt flieht, um Schutz zu erhalten, den er gar nicht erhalten darf (denn ein Mörder, der unschuldiges Blut vergossen hat, muss selbst sterben)? Dann sollen die Ältesten hinzutreten und diesen Menschen aus der Stadt holen und ihn dem übergeben, der das vergossene Blut sühnt. Habe kein Mitleid mit ihm, denn nur, wenn du das Blut des Unschuldigen fortschaffst, erst dann kannst du in Frieden in deinem Land leben.
Du sollst nicht die Grenze zu deinem Nachbarn (zu deinen Gunsten) verrücken. Du erhälst dein Land und es wird dir zugeteilt, ändere daran nichts.
Ein einzelner Zeuge reicht nicht, um eine schlimme Tat zu bezeugen. Es reicht also nicht, wenn einer daherkommt und sagt: der und der hat das und das getan. Vor Gericht müssen immer mindestens zwei Zeugen eine Untat bezeugen. Ein falscher Zeuge, der gegen einen anderen aussagt, soll mit dem bestraft werden, was den anderen, gegen den der falsche Zeuge ausgesagt hat, getroffen hätte. Blicke nicht mit Mitleid auf die Übeltäter, das Böse soll aus eurer Mitte entfernt werden, deshalb Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß.
(20) Wenn du in den Krieg ziehen musst, weil deine Feinde mit vielen Reitern und Wagen gegen dich aufgestanden sind, und du siehst die Übermacht deiner Feinde, so sage ich dir: fürchte dich nicht vor deinen Feinden. Deine Feinde mögen zahlreich sein und dir weit überlegen, aber dir steht der Ewige, dein Gott bei. Er hat dich schon aus Ägypten geführt.
Und deshalb soll, bevor du in den Krieg ziehst, der Kohen vor dich hintreten und zu dir sprechen. Er soll zu dir sagen: „Hört, ihr Jisraeliten, heute ist es soweit, und ihr müsst in den Krieg gegen eure Feinde ziehen. Seid deshalb nicht verzagt, fürchtet euch nicht und zittert deshalb nicht, seid nicht furchtsam wegen der Feinde, die sich gegen dich aufgestellt haben. Denn der Ewige, euer Gott, ist mit euch. Er zieht mit und kämpft mit euch.“
Dann sollen die Aufseher hintreten vor das Volk und zum Volk sagen: „Wer von euch hat ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht? Der mag nach Hause gehen, damit er nicht im Krieg getötet wird und ein anderer sein Haus einweihen muss. Wer von euch hat einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht ausgelöst? Der soll nach Hause gehen. Damit er nicht im Krieg getötet wird und ein anderer den Weinberg auslösen muss. Wer von euch hat sich mit einer Frau verlobt und sie noch nicht geheiratet? Der soll nach Hause gehen, damit er nicht im Krieg getötet wird und ein anderer seine Frau heiratet.“
Und weiter sollen die Aufseher zum Volk sagen: „Und nun: Wer ist von euch furchtsam und zittert, wenn er an den Krieg denkt? Der soll nach Hause gehen, damit er nicht auch die anderen mit seiner Furcht ansteckt und etwa alle verzagen.“
Wenn die Aufseher das alles gesagt haben, dann soll man die Heerführer an die Spitze des Volkes stellen.
Folgendes sollst du bedenken, wenn du gegen eine feindliche Stadt zieht: Bevor du die feindliche Stadt bekriegst, sollst du der Stadt den Frieden anbieten. Wenn die Stadt auf deinen Frieden eingeht und dir die Tore öffnet, so soll die Stadt sich dir unterwerfen und dir dienen. Wenn sie aber deinen Frieden ablehnt und stattdessen mit dir Krieg führen will, so sollst du gegen die Stadt ziehen und sie einschließen. Und wenn dann der Ewige, dein Gott, die Stadt dir in die Hand gibt und du sie besiegst, dann sollst du mit der Schärfe des Schwertes alle Männer der Stadt töten. Nur die Frauen und Kinder lasse am Leben. Auch das Vieh und alles andere, was du in dieser Stadt erbeutest, ist dein.
So sollst du mit den Städten umgehen, die etwas weiter weg von dir gelegen sind. Nur mit den Städten, die zu deinem Erbbesitz gehören und die der Ewige dir zugesprochen hat, mit diesen Städten sollst du nicht so verfahren. Denn diese Städte gehören dem Ewigen, und du darfst deshalb keinen Nutzen davon haben. Deshalb musst du diese Städte der Chittiter, Emoriter, Kenaaniter, Perissiter, Chiwwiter und Jebusiter dem Ewigen weihen und sie ganz vernichten. Auch deshalb sollst du sie vernichten, damit du von ihnen nicht ihre Gräueltaten lernst und selbst zum Götzendiener wirst.
Wenn du eine Stadt im Krieg belagerst und du sie für lange Zeit einschließst, dann sollst du die Bäume um die Stadt herum nicht zerstören und an sie die Axt nicht anlegen. Du kannst von diesen Bäumen essen, aber fällen darfst du sie nicht. Denke nicht, dass du deinen Feinden Schaden zufügen kannst, indem du ihnen die Bäume zerstörst. Die Bäume haben mit der Belagerung der Stadt nichts zu tun, deshalb lass sie auch in Ruhe. Nur ein Baum, der keine Früchte trägt, den darfst du fällen, damit du entsprechende Rammböcke und dergleichen bauen kannst.
(21) Wenn in deinem Land, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, irgendwo auf freiem Feld ein Toter, der erschlagen worden ist, gefunden wird, und niemand hat gesehen, wer ihn erschlagen hat, dann musst du so vorgehen: Die Ältesten und Richter sollen hinausgehen, dorthin, wo der Tote liegt, und die Entfernung zu den nächsten Städten messen. Die Ältesten der Stadt nun, die dem Toten am nächsten liegt, sollen eine junge Kuh nehmen, die noch nie auf dem Feld gearbeitet hat, und sie in ein felsiges Tal führen, in dem noch nie irgendetwas angebaut worden ist. Dort im Tal sollen sie der Kuh das Genick brechen. Dann sollen die Kohanim hinzutreten und alle Ältesten der entsprechenden Stadt sollen ihre Hände über der toten Kuh waschen und dabei sprechen: „Unsere Hände haben das Blut nicht vergossen, unsere Augen haben nichts gesehen. Verzeihe deinem Volk Jisrael, Ewiger, das du, Ewiger befreit hast, und lass nicht unschuldiges Blut in deinem Volk vergießen.“
Auf diese Weise wird die Blutschuld, die dem Volk durch den Tod aufgeladen worden ist, vergeben. Du sollst immer darauf achten, dass unschuldig vergossenes Blut aus deiner Mitte weggeschafft wird. Du sollst tun, was in den Augen des Ewigen recht ist.
copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Ki Teze
Dtn 16,18 - 21,9; Haftara: Jes 51,12 - 52,12
| Richter | Falsche Opfer | Böse Menschen | Schwierige Fälle | König | Kohanim | Nicht wie die andern Völker | Propheten | Asylstädte | Grenzen | Zeugen | Feste | Krieg | Krieg II | Schutz d. Bäume | Unbekannter Mörder |
| Einleitung |
| Fragen |
| Blog |
Keine Einleitung
A) Allgemeine Fragen zur Parascha
Worauf sollen die Richter achten, wenn sie Recht sprechen?
Die Jisraeliten dürfen sich einen König einsetzen, wenn sie in das Land kommen. Worauf müssen sie aber achten, und worauf muss der König achten?
Warum erhalten die Kohanim (bzw. Lewiten) von den anderen Jisraeliten verschiedene Gaben?
Es heißt, dass die Jisraeliten nicht so sein sollen, wie die anderen Völker. Welche Verbote wurden deshalb erlassen?
Woran erkennt man den wahren Propheten?
Wer ist vom Kriegsdienst befreit?
B) Fragen für Fortgeschrittene
Was wiegt schwerer: das Böse unter allen Umständen auszurotten, oder auf ein ordentliches Gerichtsverfahren zu bestehen? Mit anderen Worten: Kann ich jemanden des Götzendienstes überführen, wenn du dir ziemlich sicher bist, dass er so etwas getan hat, auch wenn du es hundertprozentig nicht weißt?
Wozu benötigen die Jisraeliten Zufluchtstädte?
Weshalb reicht ein einzelner Zeuge nicht, um eine Straftat zu bezeugen?
In welcher Art Krieg darf niemand nach Hause geschickt werden?
Weshalb muss ein Kalb in ein trockenes Tal geschickt werden, wenn ein Toter auf freiem Feld gefunden wird und der Mörder unbekannt ist?
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.