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copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(30,2) Einmal sagte Mosche zu allen Stammesführern: „ Was ich euch jetzt sage, hat mir der Ewige zu sagen aufgetragen: Wenn jemand ein Gelübde ablegt, also ein festes Versprechen, oder einen Eid, also etwas schwört, dass er das und das tun will, dann soll er alles, was er sich auferlegt hat oder was er geschworen hat, auch genauso einhalten, wie er es gesagt hat. Kein Wörtchen davon soll er wieder zurücknehmen, er soll vielmehr alles genauso machen, wie er gesagt hat.
Etwas anderes ist es, wenn eine Frau ein Gelübde ablegt oder etwas schwört. Denn lebt sie als junge, unverheiratete Frau noch bei ihrem Vater, dann kommt es darauf an, wie ihr Vater auf das Versprechen reagiert, wenn er davon erfährt. Sagt er nichts dazu, dann gilt das Versprechen, genauso, wie es das Mädchen gesagt hat. Hat er aber etwas dagegen und löst den Schwur oder das Versprechen, dann ist dieses Versprechen oder dieser Schwur ungültig, und der Ewige wird der jungen Frau verzeihen.
So ist es auch bei einer Frau, die verheiratet ist. Macht sie ein besonderes Versprechen oder einen Schwur, und der Mann erfährt davon, dann kommt es ganz darauf an, wie der Mann reagiert. Schweigt er dazu, dann gilt das Versprechen oder der Schwur, und die Frau muss sich genau an das halten, was sie versprochen oder geschworen hat. Erhebt aber der Mann Einspruch, weil er etwas dagegen hat, dann ist das Vesprechen oder der Schwur ungültig, und der Ewige wird der Frau verzeihen.
Aber handelt es sich um eine Witwe oder um eine Geschiedene, dann ist alles, was die Witwe oder die Geschiedene gesagt, versprochen oder geschworen hat, gültig, und sie muss sich an alles ganz genauso halten, wie sie es gesagt, geschworen oder versprochen hat.
Also nochmals: Ein Mann kann das Versprechen oder den Schwur seiner Frau lösen und für ungültig erklären, wenn er dagegen Einspruch erhebt. Sagt er nichts, ist alles, was seine Frau gesagt hat, gültig. Löst er aber Versprechen oder Schwüre seiner Frau, dann muss er allerdings auch die Schuld seiner Frau selbst übernehmen.
(31) Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Mosche, du musst noch eine Sache erledigen. Weil die Midianiter zu euch derart böse waren, musst du gegen sie ausziehen und Krieg führen. Du sollst sie alle töten.“
Da ging Mosche hin und sagte dem Volk: „Wir müssen ein Kriegsheer zusammenstellen, um gegen Midian Krieg zu führen. Wir müssen die Untaten der Midianiter ungeschehen machen. Deshalb nehmt euch aus jedem Stamm tausend Männer, die das Kriegsheer bilden sollen.“
Und die Jisraeliten machten es so, und wählten sich tausend Männer aus jedem Stamm aus, also insgesamt 12.000 Männer. Und Mosche sandte sie gegen Midian aus. Auch Pinchas, der Sohn Elasars, war mit dabei. Er hatte die heiligen Geräte und auch die Posaunen mit dabei. Und so zog Jisrael gegen die Midianiter. Im Kampf gegen die Midianiter erschlugen sie alle Männer, auch die Könige von Midian erschlugen sie, auch Bilam, den Sohn Beors, erschlugen sie. Aber die Frauen und die Kinder nahmen sie gefangen und das Vieh, das sie erbeutet hatten, nahmen sie mit sich. Nach dem Kampf machten sie alle Städte der Midianiter dem Erdboden gleich, keine Stadt, kein Haus blieb stehen.
Alles was sie nun mit sich führten, alles, was sie erbeutet hatten, brachten sie ins Lager zu Mosche und Elasar, dem Kohen. Und Mosche und Elasar, der Kohen, und alle Anführer der Stämme kamen ihnen entgegen. Aber als Mosche sah, was die Kriegsleute alles bei sich führten und erbeutet hatten, da wurde er sehr zornig und fuhr die Heerführer an: „Ihr habt ja alle Frauen am Leben gelassen! Aber gerade die Frauen der Midianiter waren es doch, die euch den Kopf verdrehten und machten, dass ihr Götzen hinterherjagtet und weshalb dann bei uns im Lager eine Seuche ausgebrochen ist. Deshalb geht jetzt hin, und tötet alle männlichen Kinder und alle Frauen. Nur die Mädchen sollt ihr am Leben lassen, die könnt ihr zu euch nehmen. Und dann denkt dran: Alle, die jemanden getötet haben oder die einen Getöteten berührt haben, alle die müssen sieben Tage außerhalb unseres Lagers bleiben. Sie sollen sich am dritten und am siebten Tag ins Reine bringen; sie selbst und auch ihre Gefangenen, und auch alles, was ihr erbeutet habt.“
Und Elasar, der Kohen, sagte noch einmal zu den Kriegsleuten: „Das ist die Vorschrift der Tora: Alles, was durch Feuer hergestellt wird, also Eisen, Gold u.s.w., alles das muss durch Feuer gereinigt werden. Dann ist es wieder rein, sofern ihr auch Reinigungswasser darübergießt. Alles andere, das nicht durch Feuer hergestellt wird, sollt ihr mit Wasser reinigen. Und wenn ihr eure eigenen Kleider am siebten Tag wascht, dann könnt ihr wieder zurückkehren ins Lager.
Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Mache eine Liste und schreib genau auf, was die Kriegsleute an Beute ins Lager gebracht haben. All das sollst du und Elasar unter der ganzen Gemeinde Jisraels aufteilen. Und dann sollst du vom Teil der Kriegsleute einen Teil einbehalten und dem Kohen geben. Von den anderen, die nicht im Krieg waren, sollst du ebenfalls einen Teil einbehalten und das den Lewiim geben.
Danach traten die Kriegsleute, die gegen Midian gezogen waren, vor Mosche und sagten ihm: „Von uns ist nicht einer im Krieg umgekommen. Wir bringen dir nun hier alles das, was wir an Goldgeschmeide in Midian gefunden haben. Wir möchten das als ein Opfer für den Ewigen bringen, damit wir vor dem Ewigen wieder ins Reine gebracht werden.“ Und so nahmen Mosche und Elasar alles Gold, was die Kriegsleute brachten, entgegen. Und sie brachten alles zum Zelt, damit es dort als Erinnerungsmal für die Kinder Jisraels vor dem Ewigen dienen sollte.
(32) Es war so, dass die Stämme Reuven und Gad sehr große Herden hatten. Als sie nun das Land, in dem sie sich zur Zeit befanden, sahen, dachten sie, dass dieses Land genau geeignet sei für ihre Herden. Deshalb gingen sie zu Mosche und zu Elasar und den Anführern der Stämme und sagten ihnen: „Dieses Land, das der Ewige für uns erobert hat, ist ein ideales Land für große Herden. Und ihr wisst, dass wir Herden, sehr große Herden haben! Es wäre sehr schön, wenn wir mit unserer Bitte bei euch Gehör fänden. Denn wir wollen dieses Land uns zum Besitz nehmen. Wir wollen nicht über den Jarden gehen und uns jenseits des Jarden, also in Kenaan, niederlassen.“
Da antwortete ihnen Mosche: „Wie? Eure Brüder sollen in den Krieg ziehen, um das Land jenseits des Jarden zu erobern, und ihr wollt einfach hierbleiben? Ihr wisst, dass ihr damit eure Brüder davon abbringt, über den Jarden zu ziehen und unser Land zu erobern. Das wollt Ihr? So etwas haben eure Väter gemacht, als sie das Land auskundschaften sollten. Und als sie zurückkamen, haben sie ihren Brüdern einen Schrecken über dieses Land eingejagt und sie ganz verzagt gemacht. Es ist das Land, das der Ewige euch gegeben hat. Schon damals wurde der Ewige sehr zornig, deshalb durften alle, die damals zwanzig Jahre und älter waren, das Land nicht mehr sehen. Sie mussten, bevor wir ins Land kommen würden, sterben. Der Zorn des Ewigen entbrannte, und deshalb mussten wir vierzig Jahre in der Wüste umherirren, bis der Letzte von damals gestorben war. Und jetzt kommt ihr hier an, und wollt, wie eure Väter, das Land, das der Ewige euch gegeben hat, erst gar nicht sehen? So wird der Zorn des Ewigen erneut ausbrechen, und wir werden weiter Jahr um Jahr in der Wüste verbringen müssen und können nicht in das Land einziehen, nur weil ihr euch dagegen aufgelehnt habt!“
Das wollten die Stämme Reuven und Gad natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Deshalb antworteten sie schnell: „Hier wollen wir unsere Herden weiden, hier wollen wir Städte bauen. Das ja. Aber natürlich werden wir gemeinsam mit unseren Brüdern, an der Spitze des Kriegsheeres, einhergehen, um unsere Brüder in ihr Land zu bringen. Wir werden nicht eher zu unseren Familien zurückkehren, bis das ganze Land erobert und alle unsere Brüder ihren Ort gefunden haben. Wir wollen auch keinen Teil haben an dem Land in Kenaan.“
Das beruhigte Mosche, denn er sagte ihnen: „Nun, wenn ihr natürlich mit euren Brüdern in den Krieg ziehen wollt, und im Krieg bleiben wollt, bis der letzte Zipfel Land, das uns der Ewige gegeben hat, erobert ist, dann ist es etwas anderes. Dann wird der Ewige nicht zornig sein, und eure Brüder werden nichts dagegen haben können, dass ihr euch bereits hier niederlassen wollt. Aber wehe, wenn ihr das nicht tut. Wenn ihr also früher zurückkehren wollt: dann sollt ihr wissen, dass ihr euch schwer versündigt.“
Darauf sagten Leute von Gad und Reuven: „Alles, was der Ewige befiehlt, all das wollen wir tun. Unsere Kinder, Frauen und Herden sollen hier bleiben. Die Männer aber werden in den Krieg ziehen.“
Und Mosche gab Elasar und Jehoschua genaue Anweisungen, wie sie auf die Kriegsmänner aus Gad und Reuven achten sollten (denn Mosche sollte ja schon gestorben sein, wenn die Stämme in das Land eindringen sollten), und dass diese Stämme nur dann sich in diesem Land niederlassen dürfen, wenn sie als Kriegsmänner bei der Eroberung mit dabei gewesen sind.
Und so kam es, dass Mosche den Stämmen Gad, Reuven und auch dem halben Stamm Menasche das Gebiet der Emoriter gab. Und diese Stämme fingen gleich an, Städte für sich und ihre Familien und Herden zu bauen. Und der Halbstamm Menasche ging hin und eroberte sich sein Land bei den Emoritern.
copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Mas´e
Num 30,2 - 32,42; Haftara: Jer 1,1 - 2,3
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Keine Einleitung
Daraus lernt man, dass also alle, die unter zwanzig Jahre alt waren, nicht in den Kriegsdienst eingezogen wurden und zu den Männern gerechnet wurden.
Dieser Gürtel war nach Raschi für den Rock, während der Efod der Gürtel für den Mantel war.
Nach Raschi ist das eher eine Art Haube, Hut oder Mütze, wie sie in v. 40 beschrieben wird.
Für Raschi war das aber nicht ein Zählen der Köpfe. Vielmehr stellte er es sich so vor, dass alle, die gezählt werden sollten, eine Geldmünze abgaben (es sollte ja auch eine Abgabe gegeben werden), die dann gezählt wurden.
Raschi: Der Gurt selbst war länger als der Efod, damit er ganz um den Körper herumging. Dieser Gurt verlief auf der Höhe des Ellenbogens. Denn sie sollen sich nicht, wie es Ez 44,18 heißt, an einer schweißenden Stelle umgürten, also nicht unter den Achseln und nicht an den Lenden. Dieser Gurt soll aus dem gleichen Material wie der Efod sein.
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.
Hebräisch heißt es wörtlich: Um für euer Leben Sühne zu erwirken. Das könnte man so verstehen, dass jeder, der keine Abgabe brächte, sterben würde, die Abgabe also ein Schutz für das Leben wäre. Raschi macht darauf aufmerksam, dass es insgesamt drei Abgaben in der Tora gibt, die bei Zählungen fällig wurden. Die erste war die freiwillige Abgabe, bevor das Heiligtum näher beschrieben wurde (siehe Par. Teruma), die zweite gab es zur Zählung nach der Errichtung des Heiligtums, die in Num 1,1 erwähnt wird. Hiervon spricht dieser Vers, dass er das Leben sühne, weil von diesen Schekalim die Opfer zum Dienst erworben wurden. Von der dritten Abgabe heißt es Ex 35,24, dass jeder brachte, was er hatte.
Kohanim wird im Deutschen als "Priester" wiedergegeben. Es sind, allgemein gesprochen, Menschen, die für den besonderen Dienst an einem Heiligtum eingesetzt werden. In der Tora sind Kohanim deshalb notwendig, weil das Heiligtum G"ttes nicht von jedermann betreten werden kann, da es ja ein besonderer Ort ist (vgl. letzte Par. Teruma). Nach Rascdhi erhalten die Kohanim ihre Würde durch die Kleidung der Kohanim. Auf diese Weise werden sie "geheiligt", d.h. sie werden in den Stand gesetzt, um für den Dienst am Heiligtum geeignet zu sein.
Das ist nach Raschi eine Art Mantel, wie der Rock auch. Nur liegt der Rock direkt auf der Haut und der Mantel wird darübergezogen.
Der Rock war nach Raschi geriffelt, so dass die Vertiefungen als Vorrichtungen dienen konnten, in die man wie in Fassungen Edelsteine oder ähnliches einlegen konnte.
Sie sollen von der Teruma hergestellt werden, die ich geheiligt habe. Raschi betont damit, dass die Kleidungsstücke nicht von sich aus heilig sind, sondern dadurch heilig werden, dass sie von der Teruma gefertigt werden, die, weil sie für den Ewigen sind, heilig genannt wird.
Raschi: Ich erkläre nun den Efod und das Brustschild zusammen. Denn es könnte den Leser in die Irre führen, wenn ich versgenau erklären würde. Der Efod war in der Art eines Gewandes gemacht, wie ihn Frauen beim Reiten tragen. Der Kohen bekleidete damit seinen Rücken. Der Efod reichte bis unter die Achseln, war breit wie der Rücken eines Mannes und reichte hinunter bis zur Ferse. Oben war der Gürtel der Breite nach befestigt und war gewebt. Der Gürtel ragte über das Kleidungsstück hinaus, so dass man umgürten konnte. Dann gab es links und rechts am Gürtel Schulterbänder, die bis nach vorne knapp unter die Schulter reichten. Am Ende dieser Bänder befanden sich die Einfassungen für die Schohamsteine. Daneben wurden die Kettchen, an denen das Brustschild hing, befestigt. Auf diese Weise kam das Brustschild auf der Brust des Kohen zu liegen. Die Kettchen waren an Ringen am Brustschild befestigt. Auch am unteren Rand des Brustschildes waren zwei Ringe angebracht, ebenso am unteren Ende der Schulterbänder, dort, wo die Schulterbänder am Gürtel fixiert sind. Beide Ringe wurden mit einer himmelblauen Schnur verbunden, so dass das Brustschild fest verknotet war.
Im Text sind es drei Wollarten: himmelblau, purpurrot und karmesinfarben. Dies veranlasst Raschi zu erklären: Diese fünf Arten waren Faden für Faden gezwirnt. Das Gold wurde zu feinen Blechen gehämmert, die dann in feine Garne geschnitten wurden. Dann wurde dieser Goldgarn mit sechs Garnen der himmelblauen Wolle zu einem Faden gesponnen, ebenso mit sechs Garnen der purpurroten Wolle, ebenso mit sechs Garnen der karmesinfarbenen Wolle, ebenso mit sechs Garnen des Byssus. Dann wurden alle Fäden gezwirnt, also zusammengedreht, so dass der Zwirn aus 28 Fäden bestand.
Raschi: Und zwar nach der Geburtsfolge. Also auf dem ersten Stein: Reuven, Schimon, Levi, Jehuda, Dan und Naftali. Auf dem anderen Stein: Gad, Ascher, Jisachar, Sevulun, Josef, Benjamin. Und zwar wird Benjamin mit zweitem Jod geschrieben, wie bei seiner Geburt. Damit hat jeder Stein 25 Buchstaben.
Raschi erklärt: In den Stein eingegraben. So wie man den Siegel bei einem Siegelring eingräbt, mit dem man Briefe versiegelt.
Raschi: Damit der Heilige, gelobt sei er, die Stämme Jisraels vor sich geschrieben sieht und an ihre Frömmigkeit denkt.
Raschi: Hier wird nur erklärt, wofür diese Einfassungen, die am Efod sind, verwendet werden sollen. Das Gebot, die Kettchen herzustellen, kommt nachher, wenn es um das Brustschild geht.
Raschi: Weshalb heißt es „Schild des Rechts“? Es macht einen Irrtum im Recht wieder gut. Andere Erklärung: Es spricht durch die Lose klare Worte aus.
Raschi verwendet häufig die Wendung "andere Erklärung". Das bedeutet, dass er in der Traditionsliteratur verschiedene Erklärungen für denselben Sachverhalt findet und mehrere anführt, ohne zu entscheiden, welche Erklärung die "richtige" ist, da es für Raschi die Kategorie "richtig" und "falsch" ohnehin kaum gibt.
Raschi: Also gewebt und mit den fünf Arten, aus denen die Fäden bestehen.
Raschi: Das Brustschild hing an den Schulterbändern mit den Kettchen, so wie ich es vorher beschrieben habe.
Raschi: Es sind Vertiefungen, in die hinein die Steine gesetzt werden.
Raschi betont noch einmal, dass die Reihung der Namen der Geburtsfolge der Kinder entspricht.