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Bereschit
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Schemot
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Bemidbar
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Devarim
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copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(19) Und weiter sagte der Ewige zu Mosche und Aharon: „Folgendes soll euch ein festes Gesetz sein, das ich euch befehle: Sag also den Kindern Jisraels, dass sie eine *ganz und gar* rote Kuh bringen sollen, eine Kuh, die ganz ohne Fehler ist und die man sonst noch nie für irgendeine Arbeit gebraucht hat. Diese rote Kuh bringt zum Kohen Elasar. Und Elasar soll die Kuh vor das Lager hinaus führen, und dort soll sie vor den Augen Elasars geschlachtet werden. Danach soll Elasar vom Blut der Kuh nehmen und das Blut in die Richtung des Heiligtums spritzen. Wenn er das gemacht hat, soll die Kuh, wiederum in Gegenwart Elasars, verbrannt werden. Und zwar soll sie ganz und gar verbrannt werden, sogar ihr Mist soll verbrannt werden. Und während die Kuh brennt, soll der Kohen die besonderen Hölzer vom Zedernbaum, Ysopbüschel und karmesinfarbene Wolle nehmen und sie in das Feuer der Kuh werfen.
Hat Elasar das alles gemacht, so soll er sich in Wasser baden und seine Kleidung waschen. *Aber er bleibt bis zum Abend unrein; erst danach darf er ins Lager zurückkehren*. Auch diejenigen, die die Kuh geschlachtet und verbrannt haben, sollen sich baden und ihre Kleidung waschen. Sie alle sind bis zum Abend unrein.
Dann soll jemand, der nicht unrein ist, zur verbrannten Kuh hinausgehen und die Asche der Kuh einsammeln und sie an einem reinen Ort außerhalb des Lagers aufbewahren. Dort soll die Asche verbleiben, bis man sie für das Reinigungswasser braucht. Und derjenige, der die Asche eingesammelt hat, wurde dadurch unrein, weshalb er seine Kleidung waschen muss. Auch er ist bis zum Abend unrein.
Und dafür braucht man die Asche der roten Kuh: Hat jemand einen Toten berührt, wird er ja unrein. Und weil er unrein ist, muss er sich wieder „reinmachen“. Dazu soll er mit dem Reinigungswasser am dritten und am siebten Tag bespritzt werden. Dadurch wird er wieder rein. Wenn der Unreine das aber nicht tut, wird er nicht rein, und sobald er unrein, also ohne dass Reinigungswasser auf ihn gekommen wäre, in das Heiligtum geht, so verunreinigt er das Heiligtum des Ewigen. Und wer so etwas tut, soll aus Jisraels ausgetilgt werden.
Und so gilt grundsätzlich: Wenn jemand in einem Zelt stirbt, dann ist alles, was in das Zelt hineinkommt, unrein. Auch alles, was im Zelt ist, ist unrein. Und zwar sieben Tage lange. Auch jedes *Ton*gefäß, das offen dasteht ohne Deckel, wird durch den Toten unrein. Liegt ein Toter auf freiem Feld, so wird jeder, der diesen Toten berührt, sieben Tage lang unrein. Auch wenn es nur ein Knochen eines Menschen ist oder das Grab eines Menschen: Wenn man das berührt, wird man sieben Tage lang unrein.
Und so soll man sich reinigen: Man soll von der Asche der roten Kuh nehmen und über die Asche lebendiges Wasser schütten. Dann soll ein reiner Mensch einen Ysopbüschel nehmen und alles, was unrein ist, bespritzen. Also zum Beispiel das Zelt, die Sachen, die im Zelt waren oder die Menschen, die in das Zelt gegangen waren, wo der Tote gelegen hatte. Und zwar soll der reine Mensch am dritten und am siebten Tag bespritzen. Und wer unrein war und sich hat bespritzen lassen, der soll sich am siebten Tag baden, seine Kleider waschen, danach ist er am Abend wieder rein.
Wer sich aber hat nicht bespritzen lassen, kann nicht rein werden, er verunreinigt alles, was er selbst berührt.
Und derjenige, der das Reinigungswasser auf den Unreinen gespritzt hat, der soll selbst seine Kleider waschen. Achtet auch darauf, dass das Reinigungswasser selbst ebenfalls unrein macht!
(20) Nach einiger Zeit kamen die Kinder Jisraels in der Wüste Zin an. Dort ließ sich das Volk in Kadesch nieder. Und als sie ihr Lager aufgebaut hatten, da starb Mirjam. Und Mirjam wurde dort begraben.
Nach diesen Ereignissen ging der Gemeinde Jisraels das Wasser langsam aus. Deshalb versammelten sich die Leute wieder einmal gegen Mosche und Aharon und haderten und machten ihnen Vorwürfe: „Wenn wir doch genauso umgekommen wären wie unsere Brüder, *die an der Plage gestorben sind*. Weshalb hat uns der Ewige in diese verlassene Wüste geführt. Damit wir und unser Vieh hier sterben können? Überhaupt: Warum habt ihr uns nur aus Ägypten geführt? Nur um uns an diesen elenden Ort zu bringen, wo es keine Feigen gibt, keinen Wein, keine Granatäpfel, nichts. Nicht einmal Wasser zum Trinken?“
So bedrängt flüchteten Mosche und Aharon zum Zelt. Dort warfen sie sich nieder. Und tatsächlich erschien ihnen die Herrlichkeit des Ewigen. Und der Ewige sagte zu Mosche: „Nimm deinen Stab. Versammle die Leute um dich. Dann redet vor den Augen der Leute mit dem Felsen, damit er sein Wasser hergibt. So also sollt ihr Wasser für sie bringen.“
Da ging Mosche, seinen Stab in der Hand, hin, genau so, wie der Ewige befohlen hatte. Und sie versammelten die ganze Gemeinde vor dem Felsen, und Mosche sagte zu ihnen: „Hört einmal zu, ihr störrischen Esel! Können wir wohl aus dem Felsen dort Wasser hervorbringen?“ Und wartend stand die Gemeinde um den Felsen versammelt und schaute zu, was Mosche machen würde. Und Mosche nahm seinen Stab und schlug damit zweimal auf den Felsen. Und tatsächlich: Aus dem Felsen sprudelte plötzlich Wasser heraus, sehr viel Wasser, so dass alle, auch das Vieh, davon trinken konnten.
Aber kaum hatte Mosche das getan, da sagte der Ewige zu Mosche und Aharon: „Weil ihr mir nicht geglaubt und nur Zaubertricks dem Volk vorgeführt habt, deshalb dürft ihr das Volk nicht in das Land, das ich ihnen geben werde, hineinführen, *denn ihr habt nicht zum Felsen geredet, sondern ihn geschlagen*.“
Da die Jisraeliten sich vor den Grenzen zum Land der Edomiter befanden, schickte Mosche Boten zum König von Edom voraus, um für die Jisraeliten die Erlaubnis zu bekommen, durch das Land Edom zu wandern. Nachdem die Boten beim König von Edom angekommen waren, sagten sie auftragsgemäß: „König von Edom! Du kennst unser Volk und unser Schicksal. Du weißt, dass wir nach Ägypten gekommen waren, dass wir dort lange Zeit bleiben mussten und dort schlecht behandelt wurden. Da schrien wir zum Ewigen, und der Ewige hat uns geholfen und einen Anführer geschickt, der uns aus Ägypten herausgebracht hat. Und nach langer Zeit der Wanderung stehen wir nun in Kadesch, der Grenzstadt zu Edom. Unsere Bitte lautet: Lass uns durch dein Land ziehen. Wir wollen auf die Felder und Weinberge achten, dass wir nichts zerstören, auch wollen wir kein Wasser aus euren Brunnen holen. Nur auf der großen Straße durch dein Land wollen wir ziehen, nicht rechts oder links davon abweichen, solange, bis wir dein Gebiet durchquert und wieder verlassen haben.“
Aber der König von Edom ließ Mosche ausrichten: „Nein, ihr dürft nicht durch unser Land ziehen! Solltet ihr es dennoch wagen, durch unser Land zu wandern, werde ich mit dem Schwert gegen euch auftreten.“
Aber die Kinder Jisraels waren mit dieser Antwort keineswegs zufrieden. Und noch einmal sandten sie die Boten zum König von Edom und ließen dem König ausrichten: „Aber doch nur auf der großen Straße wollen wir ziehen. Und sollten wir Wasser für uns oder unser Vieh benötigen, so bezahlen wir selbstverständlich dafür. Wir wollen doch nur durch dein Land ziehen.“
Aber die Antwort des Königs von Edom blieb die gleiche: Ihr dürft nicht durch mein Land durchziehen. Und wie um seine Antwort zu bekräftigen, sammelte der König von Edom viel Volk und ließ es mit Waffen gegen Jisrael aufstellen. Doch Jisrael machte, weil es nicht anders konnte, einen großen Bogen um das Land Edom.
Die Kinder Jisraels brachen also von Kadesch auf und wanderten weiter, bis sie an den Berg Hor kamen und sich dort lagerten.
Am Berg Hor sprach der Ewige wieder einmal mit Mosche und Aharon, und er sagte ihnen, dass es nun an der Zeit sei, dass Aharon sterben müsse. „Denn“, so sagte der Ewige, „Aharon soll nicht in das Land, das ich euch versprochen habe, kommen. Das habe ich euch ja schon angekündigt, ihr habt ja beim Haderwasser meine Worte missachtet. Es ist noch gar nicht lange her. Deshalb sollst du Aharon und seinen Sohn Elasar nehmen und sie auf den Berg Hor bringen. Wenn ihr dort angekommen seid, sollst du die Kleider von Aharon ausziehen und sie seinem Sohn Elasar anziehen. Aharon soll dort oben sterben.“
Und wie es der Ewige gesagt hatte, so machte es auch Mosche. Die Drei stiegen vor den Augen der ganzen Gemeinde auf den Berg. Oben auf dem Berg zog Mosche die Kleider von Aharon aus und bekleidete damit Elasar. Aharon starb dort oben auf der Spitze des Berges, während Mosche und Elasar wieder vom Berg hinabstiegen.
Als die Gemeinde sah, wie nur noch Mosche und Elasar herunterkamen und erfuhren, dass Aharon oben auf dem Berg gestorben war, da weinte das ganze Haus Jisrael um Aharon dreißig Tage lang.
(21) Nachdem nun Aharon gestorben war, da geschah es, dass der König von Arad, der König der Kenaaniter, davon erfuhr, dass die Jisraeliten in seine Gegend kommen würden. Der König von Arad wartete nicht lange, und zog zum Kampf gegen Jisrael aus. Während des Kampfes gelang es den Kenaanitern auch, einige Gefangene unter den Jisraeliten zu machen, worüber die Jisraeliten sehr traurig waren.
Da legten die Jisraeliten dem Ewigen ein Gelübde ab und sagten: „Wenn du dieses Volk der Kenaaniter in unsere Hand gibst, dann versprechen wir dir alle Städte der Kenaaniter. Wir werden alle Städte vernichten und für uns selbst nichts erbeuten, weil wir die Städte dir versprechen.“
Und der Ewige hörte auf die Jisraeliten. Deshalb konnten die Jisraeliten die Kenaaniter im weiteren Verlauf des Kampfes vollständig besiegen. Und wie versprochen, vernichteten die Jisraeliten die Städte der Kenaaniter vollständig und erbeuteten nichts daraus, weil sie die Städte dem Ewigen versprochen hatten.
Nach diesem Kampf gegen die Kenaaniter konnten die Jisraeliten weiterziehen. Und sie umgingen das Land Edom und wanderten wieder Richtung Schilfmeer zurück.
Während sie auf dieser Wanderung waren, wurde das Volk wieder einmal ungeduldig und murrte gegen den Ewigen und Mosche. Sie schrieen: „Warum habt ihr uns überhaupt aus Ägypten gebracht? Damit wir hier in der Wüste sterben können? Denn schau nur her: Wir haben wieder einmal kein Wasser und kein Brot. Und das, was du uns täglich an Brot lieferst, das widert uns schon lange an.“
Aber bevor Mosche irgendetwas dazu sagen konnte, sandte der Ewige giftige Schlangen gegen das Volk. Und viele aus dem Volk wurden von den Schlangen gebissen und starben an den Folgen der Schlangenbisse.
Da kamen die Leute schnell zu Mosche gelaufen und sagten ihm: „Ach Mosche, wir haben uns wohl ziemlich aufgeführt, dass wir wieder einmal gegen den Ewigen und gegen dich das große Wort geführt haben. Bitte doch den Ewigen, dass er uns von den zischenden Ungeheuern befreien möge.“
Und Mosche ging hin und betete zum Ewigen. Und der Ewige sagte zu Mosche: „Mach dir eine Schlange aus Kupfer und stecke sie auf eine Stange. Jeder, der von einer Schlange gebissen wird, soll vor die kupferne Schlange treten und sie *genau* anschauen. Nur auf diese Weise kann er am Leben bleiben, und der Schlangenbiss wird ihm nichts anhaben.“
Und so stellte Mosche eine kupferne Schlange her und steckte sie auf eine Stange. Und wurde jemand von einer Schlange gebissen, so trat er vor die Schlange und schaute sie an, und so konnte er unbeschadet den Schlangenbiss überstehen.
Danach brachen die Kinder Jisraels auf und wanderten weiter durch die Wüste, und sie kamen an vielen Orten vorbei.
Als die Jisraeliten nun vor dem Gebiet der Emoriter angekommen waren, sandten sie Boten zum König Sichon aus, um die Erlaubnis zu erhalten, durch dessen Gebiet zu wandern. Sie ließen ihm ausrichten: „Lass uns durch dein Gebiet ziehen. Wir wollen die Felder und die Weinberge nicht zerstören, auch das Wasser aus deinen Brunnen wollen wir nicht trinken. Nur auf der großen Straße wollen wir wandern, bis wir dein Gebiet wieder verlassen haben.“
Aber der König Sichon gestattete nicht, dass die Jisraeliten durch sein Gebiet durchziehen. Und sofort versammelte er sein Volk und zog Jisrael entgegen und kämpfte mit Jisrael in der Wüste.
Aber diesmal war Jisrael stärker und es besiegte den König Sichon, den König der Emoriter. Und so konnte Jisrael das Land der Emoriter in Besitz nehmen, ein Land, das vom Fluss Arnon bis zum Fluss Jabbok reichte. Und Jisrael ließ sich in den Städten der Emoriter nieder und vertrieb die Emoriter.
copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Balaq
Num 19,1 - 22,1; (Haftara: Ri 11,1-33)
Rosch Chodesch Haftara Jes 66,1-24
| Die rote Kuh | Die Reinigung | Die Unreinheit durch Tote | Mirijams Tod | Edom | Tod Aharons | Kampf gegen Kenaaniter | Die kupferne Schlange | Kampf gegen Sichon |
| Einleitung |
| Fragen |
| Blog |
Diese Parascha, könnte man meinen, hat das große Thema „Tod“. Nicht nur dass der Tod von Mosche und Aharon angekündigt wird, fällt auf, sondern dass auch gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten sterben müssen: nämlich Mirjam und Aharon, also die Geschwister Mosches. Aber auch das ist noch nicht alles: Gleich der erste Teil der Parascha, der von der „Roten Kuh“ handelt, dreht sich um den Tod: Die Rote Kuh wird nämlich verbrannt, damit aus der Asche dieser Kuh das Reinigungswasser hergestellt werden kann, mit dem wiederum jemand kultisch rein werden kann, wenn er einen Toten berührt hat, oder um Dinge zu reinigen, die ein Toter verunreinigt hat (Verunreinigung nicht im hygienischen, sondern in einem kultischen Sinn!). Nicht zufällig wird in der Tradition auch davon berichtet, dass Mirjam die erste war, wegen der das Reinigungswasser benötigt wurde. Aber wieso wird jetzt erst das Reinigungswasser so wichtig? Starben nicht schon früher Menschen, mussten beerdigt werden, lagen in Zelten und „verunreinigten“ die Dinge drumherum?
Eine mögliche Antwort auf diese schwierige Frage ist: Wir sind nun am Ende der Wüstenwanderung angelangt. Das wissen wir daher, dass in Num 33,38 davon berichtet wird, dass Aharon vierzig Jahre nach dem Auszug aus Ägypten gestorben ist. Wir sind also kurz vor der „Einwanderung“ in das gelobte Land. Und nun wird es wichtig, tatsächlich ein neues Leben zu beginnen. Die alte Generation, nämlich die, die den Auszug noch erlebt hat, ist schon gestorben oder stirbt gerade aus. In das Land sollen die Nachgeborenen einziehen. Und da wird es besonders wichtig, dass man zwischen Tod und Leben sehr scharf scheidet. Die Wüste war ohnehin eine Art „Zwischenzeit“, in der die Jisraeliten oft genug zwischen Tod und Leben hingen (siehe Murregeschichten). Und dies macht uns der Text mit dem Reinigungswasser überdeutlich. Deshalb eine Rote Kuh, eine Kuh also, die es offensichtlich nur sehr selten gibt, deshalb eine eigene Schlachtung und das Aufsammeln der Asche, die besonders aufbewahrt werden muss. Es reicht offensichtlich nicht die normale Reinigung, wie sie im Buch Wajjiqra beschrieben worden ist, um für das Heiligtum wieder tauglich zu sein.
Daraus lernt man, dass also alle, die unter zwanzig Jahre alt waren, nicht in den Kriegsdienst eingezogen wurden und zu den Männern gerechnet wurden.
Dieser Gürtel war nach Raschi für den Rock, während der Efod der Gürtel für den Mantel war.
Nach Raschi ist das eher eine Art Haube, Hut oder Mütze, wie sie in v. 40 beschrieben wird.
A) Allgemeine Fragen zur Parascha
Weshalb heißt die „Rote Kuh“ „Rote Kuh?
Was wurde von der Roten Kuh benötigt, um das „Reinigungswasser“ herzustellen?
Wer sollte mit dem Reinigungswasser gereinigt werden?
In dieser Parascha geht es immer wieder um den Tod. Zwei Menschen sterben, von zweien wird voraus
Zwei Völker werden in dieser Parascha von den Jisraeliten besiegt, während Jisrael um ein Land einen Bogen macht. Welche sind es?
Wofür war die kupferne Schlange gut?
B) Fragen für Fortgeschrittene
Hast du eine Erklärung dafür, weshalb es Elasar war, der die Schlachtung der Roten Kuh beaufsichtigen musste, und nicht Aharon?
Weshalb werden Mosche und Aharon vom Ewigen gerügt, als sie Wasser aus dem Felsen herausbekamen?
Was bedeutet es, wenn Jisrael eine feindliche Stadt dem Ewigen verspricht (man spricht hier auch von „Banngut“)?
Für Raschi war das aber nicht ein Zählen der Köpfe. Vielmehr stellte er es sich so vor, dass alle, die gezählt werden sollten, eine Geldmünze abgaben (es sollte ja auch eine Abgabe gegeben werden), die dann gezählt wurden.
Raschi: Der Gurt selbst war länger als der Efod, damit er ganz um den Körper herumging. Dieser Gurt verlief auf der Höhe des Ellenbogens. Denn sie sollen sich nicht, wie es Ez 44,18 heißt, an einer schweißenden Stelle umgürten, also nicht unter den Achseln und nicht an den Lenden. Dieser Gurt soll aus dem gleichen Material wie der Efod sein.
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.
Hebräisch heißt es wörtlich: Um für euer Leben Sühne zu erwirken. Das könnte man so verstehen, dass jeder, der keine Abgabe brächte, sterben würde, die Abgabe also ein Schutz für das Leben wäre. Raschi macht darauf aufmerksam, dass es insgesamt drei Abgaben in der Tora gibt, die bei Zählungen fällig wurden. Die erste war die freiwillige Abgabe, bevor das Heiligtum näher beschrieben wurde (siehe Par. Teruma), die zweite gab es zur Zählung nach der Errichtung des Heiligtums, die in Num 1,1 erwähnt wird. Hiervon spricht dieser Vers, dass er das Leben sühne, weil von diesen Schekalim die Opfer zum Dienst erworben wurden. Von der dritten Abgabe heißt es Ex 35,24, dass jeder brachte, was er hatte.
Kohanim wird im Deutschen als "Priester" wiedergegeben. Es sind, allgemein gesprochen, Menschen, die für den besonderen Dienst an einem Heiligtum eingesetzt werden. In der Tora sind Kohanim deshalb notwendig, weil das Heiligtum G"ttes nicht von jedermann betreten werden kann, da es ja ein besonderer Ort ist (vgl. letzte Par. Teruma). Nach Rascdhi erhalten die Kohanim ihre Würde durch die Kleidung der Kohanim. Auf diese Weise werden sie "geheiligt", d.h. sie werden in den Stand gesetzt, um für den Dienst am Heiligtum geeignet zu sein.
Das ist nach Raschi eine Art Mantel, wie der Rock auch. Nur liegt der Rock direkt auf der Haut und der Mantel wird darübergezogen.
Der Rock war nach Raschi geriffelt, so dass die Vertiefungen als Vorrichtungen dienen konnten, in die man wie in Fassungen Edelsteine oder ähnliches einlegen konnte.
Sie sollen von der Teruma hergestellt werden, die ich geheiligt habe. Raschi betont damit, dass die Kleidungsstücke nicht von sich aus heilig sind, sondern dadurch heilig werden, dass sie von der Teruma gefertigt werden, die, weil sie für den Ewigen sind, heilig genannt wird.
Raschi: Ich erkläre nun den Efod und das Brustschild zusammen. Denn es könnte den Leser in die Irre führen, wenn ich versgenau erklären würde. Der Efod war in der Art eines Gewandes gemacht, wie ihn Frauen beim Reiten tragen. Der Kohen bekleidete damit seinen Rücken. Der Efod reichte bis unter die Achseln, war breit wie der Rücken eines Mannes und reichte hinunter bis zur Ferse. Oben war der Gürtel der Breite nach befestigt und war gewebt. Der Gürtel ragte über das Kleidungsstück hinaus, so dass man umgürten konnte. Dann gab es links und rechts am Gürtel Schulterbänder, die bis nach vorne knapp unter die Schulter reichten. Am Ende dieser Bänder befanden sich die Einfassungen für die Schohamsteine. Daneben wurden die Kettchen, an denen das Brustschild hing, befestigt. Auf diese Weise kam das Brustschild auf der Brust des Kohen zu liegen. Die Kettchen waren an Ringen am Brustschild befestigt. Auch am unteren Rand des Brustschildes waren zwei Ringe angebracht, ebenso am unteren Ende der Schulterbänder, dort, wo die Schulterbänder am Gürtel fixiert sind. Beide Ringe wurden mit einer himmelblauen Schnur verbunden, so dass das Brustschild fest verknotet war.
Im Text sind es drei Wollarten: himmelblau, purpurrot und karmesinfarben. Dies veranlasst Raschi zu erklären: Diese fünf Arten waren Faden für Faden gezwirnt. Das Gold wurde zu feinen Blechen gehämmert, die dann in feine Garne geschnitten wurden. Dann wurde dieser Goldgarn mit sechs Garnen der himmelblauen Wolle zu einem Faden gesponnen, ebenso mit sechs Garnen der purpurroten Wolle, ebenso mit sechs Garnen der karmesinfarbenen Wolle, ebenso mit sechs Garnen des Byssus. Dann wurden alle Fäden gezwirnt, also zusammengedreht, so dass der Zwirn aus 28 Fäden bestand.
Raschi: Und zwar nach der Geburtsfolge. Also auf dem ersten Stein: Reuven, Schimon, Levi, Jehuda, Dan und Naftali. Auf dem anderen Stein: Gad, Ascher, Jisachar, Sevulun, Josef, Benjamin. Und zwar wird Benjamin mit zweitem Jod geschrieben, wie bei seiner Geburt. Damit hat jeder Stein 25 Buchstaben.
Raschi erklärt: In den Stein eingegraben. So wie man den Siegel bei einem Siegelring eingräbt, mit dem man Briefe versiegelt.
Raschi: Damit der Heilige, gelobt sei er, die Stämme Jisraels vor sich geschrieben sieht und an ihre Frömmigkeit denkt.
Raschi: Hier wird nur erklärt, wofür diese Einfassungen, die am Efod sind, verwendet werden sollen. Das Gebot, die Kettchen herzustellen, kommt nachher, wenn es um das Brustschild geht.
Raschi: Weshalb heißt es „Schild des Rechts“? Es macht einen Irrtum im Recht wieder gut. Andere Erklärung: Es spricht durch die Lose klare Worte aus.
Raschi verwendet häufig die Wendung "andere Erklärung". Das bedeutet, dass er in der Traditionsliteratur verschiedene Erklärungen für denselben Sachverhalt findet und mehrere anführt, ohne zu entscheiden, welche Erklärung die "richtige" ist, da es für Raschi die Kategorie "richtig" und "falsch" ohnehin kaum gibt.
Raschi: Also gewebt und mit den fünf Arten, aus denen die Fäden bestehen.
Raschi: Das Brustschild hing an den Schulterbändern mit den Kettchen, so wie ich es vorher beschrieben habe.
Raschi: Es sind Vertiefungen, in die hinein die Steine gesetzt werden.
Raschi betont noch einmal, dass die Reihung der Namen der Geburtsfolge der Kinder entspricht.