| Bereschit |
| Noach |
| Lech Lecha |
| Wajera |
| Chajje Sara |
| Toledot |
| Wajeze |
| Wajischlach |
| Wajeschev |
| Miqez |
| Wajigasch |
| Wajechi |
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Bereschit
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Schemot
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Wajiqra
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Bemidbar
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Devarim
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copyright 2012 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(6) Und weiter sagte der Ewige zu Mosche: „Nun möchte ich Anweisungen für Aharon und seine Söhne geben: Bisher habe ich euch gesagt, welche Opfer ihr mir bringen könnt. Jetzt gebe ich euch die Vorschriften, wie ihr die Opfer genau bringen sollt.
Für das Aufstiegsopfer gilt folgendes: Wenn ihr das Opfer auf den Altar gebracht habt, dann soll es über Nacht dort bleiben. Bis zum Morgen soll es dort bleiben, und ihr müsst auch sehen, dass solange, wie das Opfer auf dem Altar ist, das Feuer brennen bleibt. Am anderen Morgen, wenn das Opfer vollständig verbrannt ist, sollst du dir Leinenkleider anziehen und die Asche vom Altar nehmen und neben dem Altar ablegen. Dann sollst du dich umziehen und deine Gewänder wieder anziehen. Dann sollst du die Asche vor das Lager an einen reinen Ort hinausbringen. Aber achte darauf, dass das Feuer auf dem Altar nicht erlischt. Überhaupt soll es niemals erlischen. Achte also auf das Feuer auf dem Altar. Jeden Morgen soll der Kohen Holz auf dem Altar anzünden und darauf ein Aufstiegsopfer bringen, und auch ein Friedensopfer sollst du darauf bringen und es verbrennen lassen. Und so soll ständig ein Feuer auf dem Altar brennen, ein Feuer, das nie erlischt.
Und so sollt ihr mit einem Speiseopfer verfahren: Ihr sollt es vor den Ewigen bringen, und zwar zum Altar hin. Dort sollt ihr eine Handvoll vom Qorban Mincha abnehmen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. Den Rest können Aharon und seine Söhne selbst essen. Und zwar sollen sie es zu ungesäuerten Broten essen, und vor allem sollen sie es nicht irgendwo essen, sondern an einem heiligen Ort, also im Hof des Zeltes. Alle männlichen Nachkommen von Aharon dürfen davon essen. Und alles, was mit diesem Essen in Berührung kommt, wird heilig.
Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Aharon und seine Söhne sollen aber selbst auch einen Qorban nahebringen, wenn sie zu Kohanim eingesetzt und gesalbt werden. Und so soll dieser Qorban gebracht werden: Sie sollen feinstes Mehl nehmen und es mit Öl in einer Pfanne zubereiten und dann mehrfach backen und es in Stücke zerreißen, wie einen Qorban Mincha, ein Speiseopfer, eben mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. Und das soll der Kohen, der nun gesalbt worden ist, jeden Morgen und jeden Abend nahebringen, die Hälfte des Qorbans am Morgen, die andere Hälfte am Abend. Nie soll er es vergessen. Und noch eine Besonderheit hat dieser Qorban: Es muss vollständig verbrannt werden, nichts davon darf gegessen werden.“
Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Und so sollt ihr bei einer Chattat, einem Reinigungsopfer vorgehen. Dort, wo ihr die Qorbanot schlachtet, dort sollt ihr auch die Chattat schlachten. Die Chattat ist heilig. Und nur der Kohen, der es nahebringt, darf davon essen, und zwar an einem heiligen Ort, im Vorhof des Zeltes nämlich. Und auch hier ist es so, dass alles, was das Fleisch der Chattat berührt, selbst heilig wird. Deshalb musst du sehr vorsichtig sein. Wenn zum Beispiel Blut von der Chattat auf dein Kleid spritzt, dann darfst du das schmutzig gewordene Kleid nur an einem heiligen Ort, *also im Vorhof*, waschen, und nicht einfach irgendwo. Auch sollst du das Gefäß, in dem du den Qorban gekocht hast, zerbrechen, wenn es aus Ton war. *Denn ein Tongefäß lässt sich nicht so reinigen, dass alles entfernt werden kann*. Anders ist es deshalb mit einem Metallgefäß: das muss nur gespült werden, dann ist es wieder brauchbar. Denk auch noch daran, dass nur die männlichen Angehörigen der Kohenfamilie von dem Fleisch essen dürfen. Aber ihr dürft nicht von allen Tieren, die als Chattat geschlachtet worden sind, essen. Eine Chattat für einen Kohen oder für die ganze Gemeinde darf nicht gegessen werden. Da sollt ihr ja, wie ich vorher schon gesagt habe, den Rest des Tieres außerhalb des Lagers verbrennen.
(7) Und so sollt ihr mit dem Schuldopfer umgehen: Das Schuldopfer ist hochheilig. Das Ascham wird auch dort geschlachtet, wo das Aufstiegsopfer, die Ola, geschlachtet wird. Das Blut sprengt man um den Altar herum. Ich habe vorher noch nicht gesagt, was man alles aus dem Tier heraustrennen und auf dem Altar verbrennen muss: Auch hier sollst du verschiedene Teile vom Inneren des Tieres heraustrennen, und das soll wie ein Feueropfer behandelt werden: es wird auf dem Altar für den Ewigen verbrannt. Und nur die männlichen Angehörigen der Kohenfamilien dürfen von dem Rest des Tieres essen. Und auch hier gilt, dass das Fleisch nur an einem heiligen Ort gegessen werden darf, (also im Vorhof des Zeltes).
Und überhaupt gilt: Wer von den Kohanim den Qorban darbringt, dem gehört der Qorban, was dem Kohen zusteht.
Und so sollt ihr mit einem Friedensopfer verfahren: Es gibt verschiedene Gründe, weshalb jemand ein Friedensopfer bringen möchte. Möchte er sich bedanken für irgendetwas (*zum Beispiel, wenn ihm etwas besonders Gutes widerfahren ist*), dann bringt er neben seinem Friedensopfer als Dankopfer ungesäuerte Brote, vermischt mit Öl und mit feinstem Mehl zubereitet. Außerdem soll er noch als Geschenk für den Kohen ein Brot bringen. Das Fleisch von dem Opfertier soll *er* an dem Tag, an dem es geopfert worden ist, essen. Bis zum nächsten Morgen darf nichts mehr davon übrigbleiben.
Möchte aber jemand einfach so eine freiwillige Gabe bringen, so kann dieser Qorban auch noch am nächsten Tag gegessen werden. Aber am dritten Tag darf davon nichts mehr gegessen werden, alles, was von dem Qorban bis zum dritten Tag übriggeblieben ist, muss verbrannt werden. Wer trotzdem noch am dritten Tag von dem Qorban isst, der macht sich schuldig und hat einen großen Fehler begangen.
Wer aber darf von dem Friedensopfer essen? Jeder, der rein ist, darf von dem Fleisch essen (wer rein und wer unrein ist, wird später noch erklärt). Wer also nicht rein ist, der darf, solange er unrein ist, nicht von dem Fleisch essen.“
Der Ewige sagte weiter zu Mosche: „Ihr dürft grundsätzlich keinerlei Fett von Ochsen, Schafen oder Ziegen essen. Jeder, der dennoch vom Fett isst, soll aus dem Volk getilgt werden.
Ihr dürft auch kein Blut genießen. Nicht vom Blut der Vögel, nicht vom Blut des Viehs. Jeder, der trotzdem Blut genießt, soll aus dem Volk getilgt werden. *Etwas anderes ist es mit Fischen*.“
Und weiter sagte der Ewige zu Mosche: „Wenn nun jemand ein Friedensopfer dem Ewigen bringen möchte, der soll auch noch folgendes beachten: Er soll das Fett und die Brust von dem Tier bringen. Das Fett nehmen die Kohanim und verbrennen es auf dem Altar. Die Brust dagegen nimmt der Nahebringende zunächst und schwingt es, *zusammen mit dem Kohen*, vor dem Ewigen durch die Luft, dann erst soll er es Aharon und seinen Söhnen übergeben; ihnen soll die Brust des Tieres gehören. Auch der rechte Schenkel des Tieres sollt ihr den Kohanim als Geschenk abliefern. Das also ist die Gabe an die Kohanim: die Brust und der rechte Schenkel. So soll es gelten von dem Tag an, an dem man Aharon und seine Söhne zu Kohanim gemacht hat, und es soll für alle Zeiten so gelten.
Und das, was ich euch angeordnet habe, das sind die Vorschriften für die Opfer.“
(8) Und dann sagte der Ewige weiter zu Mosche: „Wenn du soweit bist und Aharon und seine Söhne zu Kohanim einsetzen möchtest, dann sollst du Aharon und seine Söhne mit dir nehmen, auch alle die Kleider, das Salböl, den Stier für das Reinigungsopfer, die beiden Widder und auch den Korb mit den ungesäuerten Broten. Bring alles zum Zelt. Und dort sollst du auch die Gemeinde zu dir rufen, damit sie alle zum Eingang des Zeltes kommen.“
Und wie der Ewige es Mosche gesagt hatte, so machte es Mosche auch. Er rief die ganze Gemeinde zu sich und sie alle kamen zum Eingang des Zeltes. Dort, am Eingang des Zeltes, sprach Mosche zur Gemeinde:
„Uns hat der Ewige folgendes gesagt, dass wir tun sollten.“
Und da rief nun Mosche Aharon und seine Söhne zu sich. Sie traten zu Mosche heran, und Mosche begann, sie mit Wasser zu waschen. Dann legte er Aharon den Rock um, mitsamt dem Gürtel, dann zog er ihm das Oberkleid über und legte den Efod an und befestigte den Gurt für den Efod. Danach legte er das Brustschild um und legte in das Schild die Urim und Tummim. Danach legte er den Kopfbund auf den Kopf und befestigte daran das Diadem, genauso wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Danach nahm Mosche das Salböl und salbte damit zunächst die Wohnung und alles, was in der Wohnung war, und heiligte damit alles, was er gesalbt hatte.
Dann besprengte er mit dem Salböl siebenmal den Altar und salbte so den Altar und alle Geräte des Altars und heiligte sie auf diese Weise. Dann kam er zu Aharon, nahm das Salböl, goss es über Aharons Kopf aus und salbte ihn und heiligte so auch Aharon.
Als er das getan hatte, ließ er auch die Söhne Aharons zu sich herantreten, zog ihnen die Röcke mit den Gürteln an, setzte ihnen die Mützen auf den Kopf, genauso, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Als Aharon und seine Söhne bekleidet waren, nahm Mosche den Stier für die Chattat, das Reinigungsopfer, und Aharon und seine Söhne traten dazu, stemmten ihre Hände auf den Kopf des Stieres, und Mosche nahm den Stier und schlachtete ihn. Dann nahm Mosche das Blut des Stieres, ging damit in das Zelt, tauchte die Finger in das Blut, beschmierte die Hörner des Altars und machte ihn auf diese Weise rein für den Dienst des Heiligtums. Das restliche Blut schüttete er unten an den Altar und machte ihn auf diese Weise heilig.
Danach ging er wieder zum Stier, zerlegte ihn und ging mit einigen Teilen des Tieres zum Altar, um sie dort zu verbrennen. Den Rest des Stieres brachte er aus dem Lager und verbrannte ihn dort, genauso, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Als er damit fertig war, nahm Mosche einen von den beiden Widdern. Und auch hier stemmten Aharon und seine Söhne ihre Hände auf den Kopf des Widders, und Mosche schlachtete das Tier und nahm das Blut. Damit ging er wieder zum Altar und besprengte ihn mit dem Blut. Danach zerlegte er den Widder in seine Teile und ließ alles, nachdem er die Eingeweide und die Kniestücke mit Wasser gewaschen hatte, auf dem Altar in Rauch aufgehen. Dieser Widder ist also eine Ola, ein Aufstiegsopfer, ein Feueropfer mit einem lieblichen Duft für den Ewigen, genauso, wie der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Nachdem er damit fertig war, ging Mosche zum zweiten Widder, der ganz speziell dafür gebracht werden sollte, weil Aharon und seine Söhne zu Kohanim gemacht werden sollten. Auch hier stemmten Aharon und seine Söhne die Hände auf den Kopf des Widders, und Mosche schlachtete das Tier und nahm das Blut. Mit dem Blut bestrich er dieses Mal aber das rechte Ohrläppchen Aharons, auch den Daumen der rechten Hand und den Zeh des rechten Fußes. Dies machte er auch bei den Söhnen Aharons so. Das restliche Blut sprengte er an den Altar, ringsherum.
Danach ging er wieder zu dem Widder und schnitt Teile des Inneren heraus. Dann nahm er einen ungesäuerten Kuchen, einen Ölkuchen und auch ein Fladenbrot aus dem Korb, legte das alles oben auf die Fettstücke und den rechten Schenkel und gab das alles Aharon und dessen Söhnen in die Hand. Diese schwangen die Teile, die sie in Händen hatten, durch die Luft, machten also eine Schwingung vor dem Ewigen, bis Mosche ihnen die Teile aus der Hand nahm und alles zum Altar brachte. Dort ließ Mosche alles in Rauch aufgehen, wie bei einem Aufstiegsopfer. Das war das sogenannte Einsetzungsopfer (weil es gebracht wurde, als Aharon und seine Söhne zu Kohanim gemacht, also „eingesetzt“ wurden). Es war also ein Feueropfer mit einem lieblichen Duft für den Ewigen.
Dann nahm Mosche selbst die Brust des Widders, schwang dieses vor dem Ewigen durch die Luft. Und wie die Brust normalerweise der Teil für die Kohanim war, so war die Brust des Einsetzungsopfers der Teil für Mosche, weil ja Mosche es war, der das Blut an den Altar sprengte.
Dann nahm Mosche vom Salböl und noch einmal vom Blut und sprengte davon auf Aharon und dessen Söhne, auf die Gewänder und heiligte so Aharon und seine Gewänder sowie dessen Söhne und ihre Gewänder. Dann sagte Mosche zu ihnen: „Nun geht hin, kocht das Fleisch am Eingang des Zeltes. Wenn es fertig gekocht ist, dann esst es, nehmt auch von dem Brot, das sich noch in dem Korb befindet. Aber alles, was von dem Fleisch und dem Brot übrig bleibt, das sollt ihr verbrennen.
Und dann sollt ihr am Eingang des Zeltes bleiben. Und zwar sieben Tage sollt ihr dort bleiben und nicht von dort weggehen. Das sind eure Einsetzungstage. Dort sollt ihr also bleiben und darauf hören, was euch der Ewige angeordnet hat. Das sollt ihr tun, damit ihr nicht sterbt, so ist es mir angeordnet worden.“
Und Aharon und seine Söhne machten alles so, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
copyright 2012 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Schemini
Lev 6,1 - 8,36; Haftara: Jer 7,21-8,3 und 9,22-23
| Aufstiegsopfer (Olah) | Speiseopfer (Mincha) | Einsetzungsopfer | Reinigungsopfer (Chattat) | Schuldopfer (Ascham) | Friedensopfer (Schelamim) | Einsetzung der Kohanim |
| Einleitung |
| Fragen |
| Blog |
Nachdem in Paraschat Wajiqra alle Jisraeliten aufgerufen wurden, Geschenke - sprich: Opfer - dem Ewigen zu bringen, um sich auf diese Weise auf das Heiligtum hin zu orientieren, geht es in dieser Parascha vor allem um das Heiligtum und um die Kohanim, die Priester, also um die Menschen, die einen besonderen Dienst am Heiligtum verrichten. Diese Kohanim werden in dieser Parascha „eingesetzt“, also zu Kohanim gemacht. Das Besondere ist, dass dieses Mal Mosche, der ja kein Kohen ist, als Kohen fungiert. Er vollzieht die unterschiedlichen Riten, um die Kohanim einzusetzen. Das ist hier das einzige Mal.
Wozu braucht man Kohanim nach der Tora? Kohanim machen den Dienst am Heiligtum. Im Heiligtum „wohnt“ der Ewige. Nach jüdischer Vorstellung kann die Sphäre des Ewigen und die Sphäre des Menschen nicht ohne Weiteres zusammengebracht werden. Nach der Tora ist Mosche der einzige Mensch, der eine gewisse Nähe zum Ewigen aushalten kann (weshalb Mosche auch stets allein auf den Berg Sinai geht, um mit dem Ewigen zu reden). Alle anderen Jisraeliten sind dazu nicht in der Lage, den Heiligen auszuhalten. Deshalb sollen die Jisraeliten stets auf das Heiligtum hin orientiert sein (das Heiligtum bildet die Mitte des Lagers der Jisraeliten!). Das bedeutet aber nicht, dass sie im Heiligtum ein und ausgehen sollen. Eine Orientierung ist eine Ausrichtung auf einen Punkt, aber nicht der Punkt selbst (da verliert man eher wieder die Orientierung!). Deshalb kann man auch Geschenke - Opfer - an das Heiligtum bringen (um auf das Heiligtum ausgerichtet zu sein!), stolpert aber nicht ins Heiligtum, um die ganzen Riten zu vollziehen, die im Heiligtum selbst für die Opfer notwendig sind. Dazu sind die Kohanim da. Sie sind es, die klarmachen, dass der Bereich des Heiligen auch ein heiliger Bereich ist, der nicht einfach „entweiht“ werden darf. Die Kohanim sind sozusagen diejenigen, die deutlich machen, dass G"tt nicht einfach vom Menschen eingenommen werden kann. G"tt ist G"tt und Mensch ist Mensch.
Aber diese Parascha macht darüber hinaus auch deutlich, dass die Kohanim nicht von sich aus etwas Besonderes, etwas Heiliges sind. Zwar verrichten sie ihren Dienst im Heiligtum und gehören damit sozusagen in den heiligen Bereich (und nicht in den profanen), aber auch sie müssen für diesen Dienst eigens eingesetzt werden, „heilig gemacht“ werden. Erst durch die Einsetzung als Kohen können sie als Kohen im Heiligtum agieren.
Daraus lernt man, dass also alle, die unter zwanzig Jahre alt waren, nicht in den Kriegsdienst eingezogen wurden und zu den Männern gerechnet wurden.
Dieser Gürtel war nach Raschi für den Rock, während der Efod der Gürtel für den Mantel war.
Nach Raschi ist das eher eine Art Haube, Hut oder Mütze, wie sie in v. 40 beschrieben wird.
A) Allgemeine Fragen
Welche Qorbanot werden in dieser Parascha behandelt?
Die Qorbanot, die in der letzten Parascha behandelt wurden, werden nun auch in dieser Parascha behandelt. Worin liegt aber der Unterschied?
Wer handelt wie ein Kohen, und ist doch keiner?
Wie werden die Kohanim „gemacht“?
B) Fragen für Fortgeschrittene
Welcher Qorban ist ein ganz besonderer Qorban, das in dieser Weise später nicht mehr so vollzogen wurde?
In der Synagoge gibt es den Brauch des „Gomel-Benschens“. Das ist eine Beracha, die der Aufgerufene nach dem Toraabschnitt sagt. Diese Gomel-Beracha wird dann gesagt, wenn jemand eine große Not oder gefährliche Situation überstanden hat (z.B. eine gefährliche Operation). Auf welchen Qorban geht dieser Brauch zurück?
Für Raschi war das aber nicht ein Zählen der Köpfe. Vielmehr stellte er es sich so vor, dass alle, die gezählt werden sollten, eine Geldmünze abgaben (es sollte ja auch eine Abgabe gegeben werden), die dann gezählt wurden.
Raschi: Der Gurt selbst war länger als der Efod, damit er ganz um den Körper herumging. Dieser Gurt verlief auf der Höhe des Ellenbogens. Denn sie sollen sich nicht, wie es Ez 44,18 heißt, an einer schweißenden Stelle umgürten, also nicht unter den Achseln und nicht an den Lenden. Dieser Gurt soll aus dem gleichen Material wie der Efod sein.
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.
Hebräisch heißt es wörtlich: Um für euer Leben Sühne zu erwirken. Das könnte man so verstehen, dass jeder, der keine Abgabe brächte, sterben würde, die Abgabe also ein Schutz für das Leben wäre. Raschi macht darauf aufmerksam, dass es insgesamt drei Abgaben in der Tora gibt, die bei Zählungen fällig wurden. Die erste war die freiwillige Abgabe, bevor das Heiligtum näher beschrieben wurde (siehe Par. Teruma), die zweite gab es zur Zählung nach der Errichtung des Heiligtums, die in Num 1,1 erwähnt wird. Hiervon spricht dieser Vers, dass er das Leben sühne, weil von diesen Schekalim die Opfer zum Dienst erworben wurden. Von der dritten Abgabe heißt es Ex 35,24, dass jeder brachte, was er hatte.
Kohanim wird im Deutschen als "Priester" wiedergegeben. Es sind, allgemein gesprochen, Menschen, die für den besonderen Dienst an einem Heiligtum eingesetzt werden. In der Tora sind Kohanim deshalb notwendig, weil das Heiligtum G"ttes nicht von jedermann betreten werden kann, da es ja ein besonderer Ort ist (vgl. letzte Par. Teruma). Nach Rascdhi erhalten die Kohanim ihre Würde durch die Kleidung der Kohanim. Auf diese Weise werden sie "geheiligt", d.h. sie werden in den Stand gesetzt, um für den Dienst am Heiligtum geeignet zu sein.
Das ist nach Raschi eine Art Mantel, wie der Rock auch. Nur liegt der Rock direkt auf der Haut und der Mantel wird darübergezogen.
Der Rock war nach Raschi geriffelt, so dass die Vertiefungen als Vorrichtungen dienen konnten, in die man wie in Fassungen Edelsteine oder ähnliches einlegen konnte.
Sie sollen von der Teruma hergestellt werden, die ich geheiligt habe. Raschi betont damit, dass die Kleidungsstücke nicht von sich aus heilig sind, sondern dadurch heilig werden, dass sie von der Teruma gefertigt werden, die, weil sie für den Ewigen sind, heilig genannt wird.
Raschi: Ich erkläre nun den Efod und das Brustschild zusammen. Denn es könnte den Leser in die Irre führen, wenn ich versgenau erklären würde. Der Efod war in der Art eines Gewandes gemacht, wie ihn Frauen beim Reiten tragen. Der Kohen bekleidete damit seinen Rücken. Der Efod reichte bis unter die Achseln, war breit wie der Rücken eines Mannes und reichte hinunter bis zur Ferse. Oben war der Gürtel der Breite nach befestigt und war gewebt. Der Gürtel ragte über das Kleidungsstück hinaus, so dass man umgürten konnte. Dann gab es links und rechts am Gürtel Schulterbänder, die bis nach vorne knapp unter die Schulter reichten. Am Ende dieser Bänder befanden sich die Einfassungen für die Schohamsteine. Daneben wurden die Kettchen, an denen das Brustschild hing, befestigt. Auf diese Weise kam das Brustschild auf der Brust des Kohen zu liegen. Die Kettchen waren an Ringen am Brustschild befestigt. Auch am unteren Rand des Brustschildes waren zwei Ringe angebracht, ebenso am unteren Ende der Schulterbänder, dort, wo die Schulterbänder am Gürtel fixiert sind. Beide Ringe wurden mit einer himmelblauen Schnur verbunden, so dass das Brustschild fest verknotet war.
Im Text sind es drei Wollarten: himmelblau, purpurrot und karmesinfarben. Dies veranlasst Raschi zu erklären: Diese fünf Arten waren Faden für Faden gezwirnt. Das Gold wurde zu feinen Blechen gehämmert, die dann in feine Garne geschnitten wurden. Dann wurde dieser Goldgarn mit sechs Garnen der himmelblauen Wolle zu einem Faden gesponnen, ebenso mit sechs Garnen der purpurroten Wolle, ebenso mit sechs Garnen der karmesinfarbenen Wolle, ebenso mit sechs Garnen des Byssus. Dann wurden alle Fäden gezwirnt, also zusammengedreht, so dass der Zwirn aus 28 Fäden bestand.
Raschi: Und zwar nach der Geburtsfolge. Also auf dem ersten Stein: Reuven, Schimon, Levi, Jehuda, Dan und Naftali. Auf dem anderen Stein: Gad, Ascher, Jisachar, Sevulun, Josef, Benjamin. Und zwar wird Benjamin mit zweitem Jod geschrieben, wie bei seiner Geburt. Damit hat jeder Stein 25 Buchstaben.
Raschi erklärt: In den Stein eingegraben. So wie man den Siegel bei einem Siegelring eingräbt, mit dem man Briefe versiegelt.
Raschi: Damit der Heilige, gelobt sei er, die Stämme Jisraels vor sich geschrieben sieht und an ihre Frömmigkeit denkt.
Raschi: Hier wird nur erklärt, wofür diese Einfassungen, die am Efod sind, verwendet werden sollen. Das Gebot, die Kettchen herzustellen, kommt nachher, wenn es um das Brustschild geht.
Raschi: Weshalb heißt es „Schild des Rechts“? Es macht einen Irrtum im Recht wieder gut. Andere Erklärung: Es spricht durch die Lose klare Worte aus.
Raschi verwendet häufig die Wendung "andere Erklärung". Das bedeutet, dass er in der Traditionsliteratur verschiedene Erklärungen für denselben Sachverhalt findet und mehrere anführt, ohne zu entscheiden, welche Erklärung die "richtige" ist, da es für Raschi die Kategorie "richtig" und "falsch" ohnehin kaum gibt.
Raschi: Also gewebt und mit den fünf Arten, aus denen die Fäden bestehen.
Raschi: Das Brustschild hing an den Schulterbändern mit den Kettchen, so wie ich es vorher beschrieben habe.
Raschi: Es sind Vertiefungen, in die hinein die Steine gesetzt werden.
Raschi betont noch einmal, dass die Reihung der Namen der Geburtsfolge der Kinder entspricht.
Raschi: Das hebräische Wort kommt von „Wurzel“. Wie eine Baumwurzel den Baum mit der Wurzel fest in der Erde hält, so halten die Kettchen das Brustschild am Efod fest. Diese Kettchen wurden an Ringen festgemacht, die wiederum am Brustschild und an den Schulterbändern befestigt waren. Auch nach unten gab es Kettchen, so dass das Brustschild auch unten gehalten wurde, damit es nicht hin und her baumeln konnte.
Das ist der geschriebene Gottesname (der vierbuchstabige Name, das Tetragramm), der in die Tasche gelegt wurde. Durch sie konnte Aharon die Entscheidungen klar äußern. Im zweiten Heiligtum [dem salomonischen Tempel] gab es zwar das Brustschild noch, doch waren die Urim und Tumim darin nicht mehr enthalten.
Raschi: Auf diesen Mantel wurde der Efod als Umgürtung herumgelegt.
Raschi: Das Material, aus dem der Mantel bestand, hatte nur diese eine Art, nämlich die himmelblaue Wolle.
Daraus lernen wir, sagt Raschi, , dass die Panzerhemden der bewaffneten Jisraeliten einen doppelten Saum hatten.
Hier wird ein Verbot der Tora ausgesprochen: Du darfst ihn nicht zerreißen. Eigentlich hätte man es als praktische Anweisung verstehen können. Aber Raschi zählt dieses Verbot zur Anzahl der Verbote der Tora dazu.
Raschi: Das bedeutet, dass sie rund und hohl waren.
Nach Raschi hatten diese Glöckchen Klöppel im Inneren (damit sie auch klingeln konnten)
Zwischen zwei Granatäpfel kam ein Glöckchen. Raschi betont dieses Abwechseln so stark, weil der hebräische Text es nahelegen könnte, dass sich die Glöckchen in den Granatäpfeln befanden. So verstanden es denn auch andere Kommentatoren.
Raschi: Daraus kann man das Positive lesen: Wenn er alle Kleider anhat und ins Heiligtum geht, dann ist er nicht des Todes schuldig. Damit knüpft Raschi eine Todesschuld des Kohen nicht an die Glöckchen und deren Klingeln allein, sondern an die gesamte Kleidung des Kohen. Die Todesschuld wird nach Raschi übrigens nicht an die irdische Gerichtsbarkeit übergeben, sondern an die himmlische.
Das war nach Raschi ein zwei Finger breiter Streifen aus Gold, der die Stirn umgab von einem Ohr zum andern.
Raschi: Hierzu gibt es verschiedene Verse: Hier heißt es: Der Kopfschmuck liegt auf dem Band. Ex 39,31 heißt es: Und auf den Kopfschmuck legten sie das Band. Und im nächsten Vers (Ex 28,38) heißt es: Aharon trage es auf der Stirn. Und im *Talmud heißt es noch: Sein Haar soll zwischen Band und Kopfschmuck sichtbar sein, denn dort legte er die *Tefillin.
Um alle Aussagen gelten zu lassen, konstruiert Raschi den Kopfschmuck mit dem Band so, dass alle vier Aussagen stimmen. Am Ende meint Raschi: Damit sind alle Verse erfüllt: Der äußere Teil des Bandes ist auf dem Kopfschmuck, der Kopfschmuck ist aber auch auf dem inneren Teil des Bandes, das Band ist aber auch über dem Kopfschmuck.
Raschi: Welche Schuld bringt Aharon ins Reine? Er bringt nur soweit ins Reine, wie das Opfer wieder brauchbar gemacht wird. Alle anderen Vergehen sind damit nicht gemeint.
Nach Raschi bedeutet das zunächst: sühnen, ins Reine bringen. Aber auch die einfache Bedeutung gilt: Aharon trägt die Last der Schuld und damit wird die Schuld vom Heiligtum weggenommen.
Raschi: Das bedeutet nicht, dass Aharon den Kopfschmuck immer auf seiner Stirn trägt. Er trägt es ja nur zur Zeit seines Dienstes. Es gibt aber welche, die meinen, dass der Kopfschmuck nur dann wirkt, wenn es auch auf der Stirn von Aharon liegt. Deshalb ist der Vers so zu verstehen, dass Aharon, wenn er den Kopfschmuck auf der Stirn trägt, ihn beständig berühren soll, damit er ihn im Sinn behält.
Das waren nach Raschi Vertiefungen im Muster. Der ganze Rock wurde aus Byssus hergestellt.
Raschi: Vier Kleidungsstücke sollen für die Söhne Aharon hergestellt werden, mehr nicht: die hier erwähnten Röcke, Gürtel und Mützen, sowie die später erwähnten Beinkleider.
Damit ist ein gewöhnlicher Kohen anders gekleidet als der Kohen Gadol, der Hohepriester.
Raschi macht klar: Das, was bei Aharon steht, soll er angekleidet bekommen, und das, was bei den Söhnen steht, sollen sie angekleidet bekommen.
Raschi: Der hebräische Ausdruck „die Hand füllen“ meint: in ein Amt einsetzen. Es kommt jemand in das Amt und hat es von da an im Besitz. Das ist wie bei den Herren, die einem einen Handschuh in seine Hand geben, um ihm den Besitz der Sache zu übergeben. Deshalb heißt es auch: ein Amt „bekleiden“.
Raschi: Und zwar für Aharon und für dessen Söhne. Damit haben wir acht Kleidungsstücke für den Kohen Gadol und vier für den gewöhnlichen Kohen.
Raschi: Das meint sowohl den späteren Tempel als auch das Heiligtum [in der Wüste].
Raschi: Überall, wo dieser Ausdruck steht, meint er: Das Gesetz hat von jetzt an seine Gültigkeit und für die späteren Generationen ebenfalls.
Raschi fragt: weshalb einen Stier? Raschi sagt: wegen der Verfehlung durch das Goldene Kalb. Das war auch ein Stier.
Raschi erklärt: Von allen drei Arten wurden je zehn Kuchen gebracht. Auch wurde Öl dazugegeben, und nach dem Backen wurden die Brote mit Öl bestrichen, und zwar in Form des griechischen Chi, das dem hebräischen Nun sehr ähnlich ist.
Hier ist nicht ganz klar, was Raschi meint, da der griechische Buchstabe Chi eben nicht so aussieht wie ein Nun.
Und zwar in den Hof, wie Raschi ergänzt.
Raschi erklärt: Der Körper soll ganz in Wasser untertauchen.
Raschi: Und zwar so, wie ich es oben zu den einzelnen Kleidungsstücken erklärt habe.
Raschi: Auf den Kopf und zwischen die Augenbrauen. Er verband die drei Stellen so mit dem Finger, dass auch hier der griechische Buchstabe Chi zu sehen war.
Diese Überlieferung geht bereits auf den Talmud zurück und wird sehr unterschiedlich gewertet. Man ist keineswegs über den griechischen Buchstaben sicher. Dazu kommt, dass Raschi selbst an verschiedenen Stellen unterschiedliche Buchstaben im Sinn hat. Und außerdem ist das griechische Chi dem hebräischen Nun keineswegs ähnlich.
Also in den Hof, der vor dem Eingang des Heiligtums ist, wie Raschi präzisiert.
Raschi: Deshalb gab es am unteren Sockel einen Vorsprung, der um den Altar verlief. Darin wurde das Blut aufgefangen.
Hier scheint die Vorstellung dahinterzustehen, dass Blut grundsätzlich nicht vergossen werden darf. Aber wenn doch, dann gehört das Blut an den Altar des Ewigen und bewirkt dort eine kultische "Reinigung".
Normalerweise wird eine Chattat, ein Sündopfer, nicht verbrannt. Hier handelt es sich aber um das Einsetzungsopfer für die Kohanim und ist insofern etwas besonderes.
Raschi erklärt: Dazu nahm man ein Gefäß und besprengte damit den unteren Teil des Altares. Deshalb ging der Kohen auch nicht auf den Altar, sondern stand vor ihm. Nur für die Chattat waren die Hörner und die Finger vorgeschrieben.
Raschi: Der Ewige sagt: Es ist für mich ein Wohlgefallen, da ich gesprochen habe und meine Anweisung wurde ausgeführt.
Mit dieser Erklärung "entstofflicht" Raschi den Ausdruck "lieblicher Duft", der ja sehr material ist.
Raschi: Das ist ein innerer Teil der Ohrmuschel.
Raschi: Er wird als Friedensopfer gebracht, weil an ihm alles vollkommen ist. Und er bringt diese Vollkommenheit dem Altar, dem Kohen, der Dienst tut und den Eigentümern. Da zur Einsetzung Mosche Dienst tat, kam ihm das Opfer zu als Kohen, und Aharon und seinen Söhnen kam das Opfer zu als Eigentümer.
Raschi: Von diesen drei Arten wird je eines von den zehn gebackenen genommen. Nur hier wird Brot, das mit einem Opfer gebracht wird, auch verbrannt.
Sowohl der Eigentümer als auch der Kohen waren an der Schwingung beteiligt. Wie? Der Kohen legt seine Hand unter die des Eigentümers und gemeinsam schwingen sie. Mosche war der Kohen und Aharon und seine Söhne waren die Eigentümer.
Raschi erklärt: Und zwar schwangen sie in alle vier Himmelsrichtungen, denn Ihm gehört die ganze Welt. Auch schützte sie vor Strafen und schlechten Winden. Dann schwangen sie nach oben und unten, denn Ihm gehören Himmel und Erde. Auch schützte sie vor schlechtem Tau.
Auch der *Lulav wird nach allen vier Seiten und nach oben und unten geschüttelt.
Raschi erklärt: Die Teile der Schwingung werden auf den ersten Widder gelegt, der bereits als Ganzopfer auf dem Altar liegt.
Raschi: Die Brust schwingst und heiligst du für die künftigen Generationen, auf dass auch die späteren Generationen die Schwingung vollziehen. (Die Anweisung, die Brust zu schwingen, ist also keine einmalige Anweisung, sondern gilt für später gleichermaßen).
Es soll also ein ewiges Gesetz sein, dass Friedensopfer den Eigentümern gehören und Brust und Schenkel den Kohanim übergeben werden sollen, so erklärt Raschi.
Raschi: Nämlich an den Sohn, der Aharon im Amt folgen wird.
Raschi: Es ist also der Kohen, der an Jom Hakippurim ins Allerheiligste darf, um seinen Dienst zu verrichten.
Raschi: Weil das Friedensopfer, das sie bringen, heilig ist, müssen sie in den Vorhof gehen.
Wenn es im Hebräischen heißt: „am Eingang der Wohnung“, dann ist damit der gesamte Vorhof gemeint, sagt Raschi.
Aharon und seine Söhne sollen es essen, weil sie die Eigentümer sind, und niemand anderes.
Raschi erklärt: Von Aharon und seinen Söhnen wurde das dem Heiligen Fremde entfernt, so dass sie nun Kohanim sein können.
Da Aharon und seine Söhne vor der Einsetzung ja noch keine Kohanim waren, musste sozusagen alles von ihnen entfernt werden, was nicht zum Heiligen Bereich gehört. Das meint das hebräsiche „kipper“. Sie wurden durch das Essen ins Reine gebracht und erfüllten dann erst die Voraussetzung für die Kohanut.
Raschi: An allen sieben Tagen soll wie besprochen verfahren und geopfert werden.
Raschi: Das ist genau der Stier, der schon oben erwähnt worden ist. Er wird hier aber noch einmal erwähnt, um deutlich zu machen, dass er in diesen sieben Tagen täglich geschlachtet werden muss.
Raschi: Worin besteht die Heiligkeit des Altars? Der darauffolgende Vers sagt es: Alles, was den Altar berührt, wird selbst wiederum heilig. Also auch ein untaugliches Opfer heiligt der Altar. Daraus könnte man nun herauslesen, dass auch ein Opfer, das schon vor dem Heiligtum untauglich geworden ist, ebenfalls heilig wird, wenn es den Altar berührt. Ein Beispiel hierfür ist das Tier, das für den Götzendienst bestimmt war. Dem ist aber nicht so. Gemeint ist nur das Tier, das bereits auf dem Altar war und danach wieder untauglich wurde, zum Beispiel, weil es über Nacht liegen blieb, oder wieder aus dem Vorhof hinausgebracht wurde.
Raschi erklärt: Für das Gussopfer befanden sich auf dem Altar zwei silberne Schalen, die unten eine Öffnung hatten. Dort wurde das Gussopfer gegossen. Dort floss er auf den Altar, von dort nach unten zum unteren Sockel des Altars in die Erde, bzw. im Tempel: zu den Fundamenten des Altars.
Raschi erklärt: An jedem Tag, und es darf kein Tag sein, an dem das Opfer nicht gebracht wird.
Einige unserer Lehrer lernen daraus, dass sich der Heilige, gelobt sei er, vom Altar aus mit Mosche redete. Aber andere meinen, dass Er vom Deckel des heiligen Kastens aus mit Mosche sprach (vgl. Ex 25,22). Nach dieser Meinung würde sich der Vers hier auf den Kasten beziehen, und nicht auf den Altar.
Raschi lässt es also offen und bringt keine Entscheidung bei.
Raschi erklärt: Das Heiligtum wird durch die *Schechina geheiligt. Raschi führt hier auch einen *Midrasch an, der folgendes lehrt: Lies nicht „durch meine Herrlichkeit“, sondern „durch meine Geehrten“. Damit deutet der Vers bereits auf die Söhne Aharons voraus, die am Tag der Errichtung der Wohnung sterben und wie Gott durch Mosche sagt: Ich werde durch die geheiligt, die mir nahestehen (Lev 10,3).
Raschi versteht dies etwas anders: Unter der Bedingung, dass ich unter ihnen wohne.
Raschi: Dieser Altar hatte obenauf eine Platte, die ihn verschloss. Anders der kupferne Altar. Der war oben offen, und er wurde, wenn sie wieder lagerten, mit Erde gefüllt.
Raschi sagt: Der aussieht wie eine Krone. Die soll die Priesterwürde symbolisieren.
Die Angabe „vor den Vorhang“ reicht nicht. Denn der Altar könnte dann auch an der Nord- oder an der Südwand stehen. Deshalb steht noch eigens: „dem Deckel gegenüber“.
Raschi erklärt damit die zusätzliche Ortsangabe.
Raschi erklärt wie: Er nimmt die Dochte heraus, die nachts abgebrannt sind, und legt neue hinein.
Raschi: Die eine Hälfte der Gewürze am Morgen, die andere Hälfte am Abend.
Raschi: Nur dieses eine Räucherwerk, das ich geboten habe, gehört auf diesen Altar. Hierher gehört kein freiwilliges Räucherwerk. Und auch kein Gussopfer, kein Speiseopfer und kein Ganzopfer.
An Jom Kippur, wie Raschi feststellt. So steht es in Lev 16,18: „Er soll hingehen zum Altar, der vor dem Ewigen steht und bringe auf ihm ins Reine.“
Das ist die Chattat, also der Stier und die Ziege, die an Jom Kippur wegen der Verunreinigungen im Heiligtum geschlachtet wurden.