| Bereschit |
| Noach |
| Lech Lecha |
| Wajera |
| Chajje Sara |
| Toledot |
| Wajeze |
| Wajischlach |
| Wajeschev |
| Miqez |
| Wajigasch |
| Wajechi |
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Bereschit
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Schemot
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Wajiqra
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Bemidbar
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Devarim
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copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(38,21) Das waren die Berechnungen für die Wohnung, die auf Geheiß des Mosche durch die Leviten erstellt wurden, insbesondere durch Ithamar, den Sohn Aharons, des Priesters. Und ausgeführt hatte alles Bezalel aus dem Stamm Jehuda, er hatte alles so gemacht, wie es der Ewige dem Mosche angeordnet hatte. Und ihm half dabei Oholiav aus dem Stamm Dan, ein Künstler, der sich vor allem auf die Verarbeitung von Wolle und Byssus verstand.
Alles Gold, was für den Bau des Heiligtums gebraucht wurde, wog insgesamt etwa 1200 Kilogramm (29 Kikar und 730 Shekel).
Das Silber, das alle zusammengetragen hatten, wog etwas weniger als 4200 Kilogramm (100 Kikar und 1775 Schekel)...
Das Kupfer, das als Geschenk gebracht wurde, wog insgesamt 2850 Kilogramm (70 Kikar und 2400 Schekel). Daraus machte man die Füße im Eingangsbereich, den kupfernen Altar sowie alle Geräte für diesen Altar.
(39) Aus der Wolle stellten die Künstler die Gewänder für den Dienst am Heiligtum her (*die man später brauchte, um die Geräte für den Transport zuzudecken*). Sie machten daraus auch die Gewänder für Aharon, genau so, wie es der Ewige dem Mosche angegeben hatte.
Den Efod machten sie aus Gold und aus der entsprechenden Wolle und Byssus. Und zwar machten sie ihn so, dass sie das Gold zu feinen Blechen hämmerten, daraus feine Goldfäden schnitten und diese Fäden in die Wolle und den Byssus einwebten. Dann befestigten sie an den Efod Bänder, die über die Schultern geführt und vorn verschnürt werden konnten. Dazu stellten sie noch einen Gurt her, der ebenfalls aus Wolle, Byssus und Goldfäden war.
Dann bearbeiteten sie die Schohamsteine und fassten sie mit Gold ein und gravierten darauf die Namen der Kinder Jisraels ein und befestigten sie auf den Schulterbändern, genau so, wie es der Ewige dem Mosche angeordnet hatte.
Danach gingen sie an das Brustschild. Es wurde wie das Efod hergestellt, nämlich aus Goldfäden, Wolle und Byssus. Viereckig war es, und sie legten es doppelt, also übereinander, so dass daraus eine Art Tasche wurde. Dieses Brustschild besetzten sie mit Steinen, vier Reihen mit je drei Steinen, jeder Stein anders als der andere. Auch diese Steine fassten sie mit Gold ein und gravierten die Namen der Kinder Jisraels darauf ein, auf jedem Stein ein Name eines Stammes. Danach fertigten sie noch zwei Kettchen an, mit denen sie das Brustschild am Efod befestigen konnten (...).
Dann stellten sie das Oberkleid für das Efod her, und zwar wiederum aus purpurblauer Wolle. Und damit man das Kleid über den Kopf ziehen konnte, machten sie eine Öffnung für den Kopf. Um dieses Loch brachten sie einen Saum an. Anschließend nähten sie am unteren Saum Formen an, die wie Granatäpfel aussahen und aus purpurblauer, purpurroter und karmesinfarbener Wolle waren. Dann machten sie Glöckchen aus reinem Gold und brachten sie zwischen die Granatäpfel an. Immer abwechselnd: ein Granatapfel, ein Glöckchen, und so rundherum am unteren Saum des Kleides. Das machten sie für den Dienst am Heiligtum, genau so, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Dann machten sie die Röcke für die Priester. Dazu nahmen sie Byssus und webten ihn. Ebenso machten sie das Kopfband aus Byssus und auch die Beinkleider, während sie für den Gürtel sowohl Byssus als auch purpurblaue, purpurrote und karmesinfarbene Wolle verwendeten, genauso, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte.
Danach fertigten sie den Kopfschmuck an, das heilige Diadem aus reinem Gold, auf das sie den Satz „Heilig dem Ewigen“ eingravierten...
So fertigten sie alles an und so vollendeten sie die Wohnung des Zeltes. Und die Kinder Jisraels machten alles genau so, wie es der Ewige Mosche angeordnet hatte. Und nachdem sie alles fertiggestellt hatten, brachten sie alles zu Mosche, also das Zelt und alle seine Geräte, und die Decke und die Vorhänge, dann den Kasten und den Deckel dazu, dann den Tisch mit all seinen Geräten und das Lechem Panim, dann den Leuchter mit dem ganzen Zubehör, dann den goldenen Altar für das Räucherwerk und den kupfernen Altar mit all seinen Gerätschaften, auch die Umhänge für den Vorhof, schließlich auch die ganzen Kleidungsstücke für den Dienst am Heiligtum, die Gewänder für Aharon und seine Söhne. Nachdem die Kinder Jisraels alles zu Mosche gebracht hatten, nahm es Mosche und betrachtete es sehr genau, die ganze Arbeit, die die Kinder Jisraels gemacht hatten, und Mosche hatte nichts daran auszusetzen, denn die Kinder Jisraels hatten alles sehr schön und sehr gut ausgeführt. Da segnete Mosche die Kinder Jisraels.
(40) Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Nun ist es also soweit. Am ersten Tag des ersten Monats sollst du nun die Wohnung des Zeltes aufstellen. In das Zelt stellst du dann den Kasten mit den Gesetzestafeln, den Kasten verhüllst du dann mit dem Vorhang. Danach bringst du den Tisch und den Leuchter hinein und stellst sie auf, die Lampen sollst du gleich anzünden. Auch den goldenen Räucheraltar bringst du hinein und stellst ihn dem Kasten gegenüber auf. Bringe auch den Vorhang für den Eingang an. Stelle den Brandopferaltar vor dem Eingang der Wohnung auf, vergiss auch das Becken nicht, und fülle das Becken gleich mit Wasser.
Wenn du damit soweit fertig bist und alle Gerätschaften im Zelt sind, dann baust du den Vorhof auf. Nimm vom Salböl und salbe alles, was im Zelt ist, damit alles, was im Zelt ist, geweiht wird und dadurch als heilig gelten kann. Auch den Brandopferaltar und dessen Geräte sollst du salben, so wird auch der Altar hochheilig. Auch das Becken und dessen Gestell salbe ein.
Wenn du das gemacht hast, dann hole Aharon und seine Söhne und bringe sie an den Eingang des Zeltes. Dort wasche sie mit Wasser. Bekleide zunächst Aharon mit seinen Kleidern, salbe und weihe ihn dann, so wird er für mich ein Priester. Danach sollen seine Söhne hertreten, bekleide sie mit ihren Kleidern, und auch sie salbe, wie du schon Aharon gesalbt hast, so werden auch sie für mich Priester. Mit ihrer Salbung werden Aharon und seine Söhne für das ewige Priestertum geweiht für alle Generationen.
Und so, wie es ihm der Ewige angeordnet hatte, so führte es Mosche aus. Am ersten Tag des ersten Monats wurde die Wohnung aufgestellt. Mosche machte alle Arbeiten und richtete das Zelt auf. Hierauf nahm er die Tafeln der Tora und legte sie in den Kasten, steckte die Stangen durch die Ringe und schloss mit dem Deckel den Kasten zu. Danach brachte er den Kasten in die Wohnung und stellte ihn an seinen Ort, befestigte den Trennvorhang davor, damit der Kasten verhüllt war, genauso wie es ihm der Ewige angeordnet hatte. Danach stellte er den Tisch auf und ordnete das Lechem Panim auf dem Tisch an. Hierauf brachte er den Leuchter in das Zelt und stellte ihn dem Tisch gegenüber auf, die Lampen zündete er sofort an, wie es der Ewige ihm angeordnet hatte. Später nahm er den goldenen Räucheraltar, brachte ihn hinein und ließ das erste Räucherwerk auf dem Altar in Rauch aufgehen, wie ihm der Ewige angeordnet hatte. Danach befestigte er den Vorhang am Eingang der Wohnung, stellte den Aufstiegsopferaltar am Eingang des Zeltes auf und brachte die ersten Opfer darauf dar, wie ihm der Ewige angeordnet hatte. Hierauf stellte er noch das Becken auf und füllte Wasser ein. Hier wuschen sich Mosche und Aharon und dessen Söhne Hände und Füße. Sie wuschen sich immer dort, wenn sie in die Wohnung eintraten.
Danach richtete Mosche den Vorhof auf und vollendete so sein Werk.
Und als das Heiligtum fertig war, da zog eine Wolke auf, bedeckte das Zelt, und die Herrlichkeit des Ewigen erfüllte die ganze Wohnung. Und während die Wolke auf dem Zelt lag, konnte Mosche nicht hineintreten.
Und so war es nun immer: Wenn sich die Wolke vom Zelt erhob, da konnten die Kinder Jisraels aufbrechen und weiter wandern, blieb aber die Wolke auf dem Zelt liegen, brachen die Kinder Jisraels nicht auf. Denn die Wolke auf dem Zelt war eine Wolke des Ewigen, die die Kinder Jisraels tagsüber begleitete. Nachts dagegen war es ein Feuer, das den Kindern Jisraels den Weg zeigte.
copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Wajiqra
Ex 38,21 - 40,38; Haftara: 1 Kön 7,51-8,21
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Dies ist nun die letzte Parascha des zweiten Buches Schemot. Meist wird diese Parascha zusammen mit der vorangehenden Parascha Wajaqhel gelesen. Lediglich in Jahren, in denen der Schaltmonat Adar II eingeschoben wird, wird diese Parascha an einem eigenen Schabbat gelesen (da es mehr Monate im Jahr, und damit auch mehr Schabbate gibt, werden die doppelten Paraschijot getrennt und jede eigens gelesen). Hauptthema sind diesmal die Kleidungsstücke für die Kohanim (Priester), die Bezalel und vor allem Oholiav anfertigen. Damit sind alle Gegenstände, die das Heiligtum betreffen, ausgeführt und hergestellt. Mosche wird nun beauftragt, das Heiligtum aufzustellen und alle Gerätschaften, die in das Heiligtum gehören, am richtigen Ort zu platzieren. Hier ist es Mosche, der diese Arbeiten verrichtet, später sind es die Lewiim, die das Heiligtum abbauen und aufbauen und transportieren.
Damit hat das Buch Schemot einen großen Bogen beschrieben, der von der Unterdrückung der Jisraeliten in Ägypten über den Auszug und die Wanderung bis zum Berg Sinai und dort bis zur ausführlichen Beschreibung des Heilgtums reicht. Hier wird also ausführlich beschrieben, wie ein Volk konstituiert wird. Das beginnt eben zuerst mit der physischen Herstellung einer Einheit (Trennung von den Ägyptern) und schließlich mit einem zentralen Bau (Heiligtum), auf das hin das Volk ausgerichtet ist. Dazu kommen weitere Gesetze, die das Zusammenleben des Volkes ermöglichen.
Daraus lernt man, dass also alle, die unter zwanzig Jahre alt waren, nicht in den Kriegsdienst eingezogen wurden und zu den Männern gerechnet wurden.
Dieser Gürtel war nach Raschi für den Rock, während der Efod der Gürtel für den Mantel war.
Nach Raschi ist das eher eine Art Haube, Hut oder Mütze, wie sie in v. 40 beschrieben wird.
A) Einfachere Fragen
Welche Teile werden in dieser Parascha angefertigt?
Wer führte die Arbeiten aus?
Wann sollte das Heiligtum aufgebaut werden?
Wer stellte das Heiligtum auf?
Wann durften die Kinder Jisraels weiterziehen?
B) Fragen für Fortgeschrittene
Weshalb wird diese Parascha häufig mit der vorhergehenden Parascha „Wajaqhel“ zusammen gelesen, aber eben nicht immer?
Woran erinnert die Wendung: „Und Mosche vollendete so das Werk“? Könnte es einen Grund haben, dass es an die besagte Stelle erinnern soll?
Weshalb muss Mosche das Heiligtum aufbauen. Sollen das denn nicht die Lewiim erledigen?
Für Raschi war das aber nicht ein Zählen der Köpfe. Vielmehr stellte er es sich so vor, dass alle, die gezählt werden sollten, eine Geldmünze abgaben (es sollte ja auch eine Abgabe gegeben werden), die dann gezählt wurden.
Raschi: Der Gurt selbst war länger als der Efod, damit er ganz um den Körper herumging. Dieser Gurt verlief auf der Höhe des Ellenbogens. Denn sie sollen sich nicht, wie es Ez 44,18 heißt, an einer schweißenden Stelle umgürten, also nicht unter den Achseln und nicht an den Lenden. Dieser Gurt soll aus dem gleichen Material wie der Efod sein.
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.
Hebräisch heißt es wörtlich: Um für euer Leben Sühne zu erwirken. Das könnte man so verstehen, dass jeder, der keine Abgabe brächte, sterben würde, die Abgabe also ein Schutz für das Leben wäre. Raschi macht darauf aufmerksam, dass es insgesamt drei Abgaben in der Tora gibt, die bei Zählungen fällig wurden. Die erste war die freiwillige Abgabe, bevor das Heiligtum näher beschrieben wurde (siehe Par. Teruma), die zweite gab es zur Zählung nach der Errichtung des Heiligtums, die in Num 1,1 erwähnt wird. Hiervon spricht dieser Vers, dass er das Leben sühne, weil von diesen Schekalim die Opfer zum Dienst erworben wurden. Von der dritten Abgabe heißt es Ex 35,24, dass jeder brachte, was er hatte.
Kohanim wird im Deutschen als "Priester" wiedergegeben. Es sind, allgemein gesprochen, Menschen, die für den besonderen Dienst an einem Heiligtum eingesetzt werden. In der Tora sind Kohanim deshalb notwendig, weil das Heiligtum G"ttes nicht von jedermann betreten werden kann, da es ja ein besonderer Ort ist (vgl. letzte Par. Teruma). Nach Rascdhi erhalten die Kohanim ihre Würde durch die Kleidung der Kohanim. Auf diese Weise werden sie "geheiligt", d.h. sie werden in den Stand gesetzt, um für den Dienst am Heiligtum geeignet zu sein.
Das ist nach Raschi eine Art Mantel, wie der Rock auch. Nur liegt der Rock direkt auf der Haut und der Mantel wird darübergezogen.
Der Rock war nach Raschi geriffelt, so dass die Vertiefungen als Vorrichtungen dienen konnten, in die man wie in Fassungen Edelsteine oder ähnliches einlegen konnte.
Sie sollen von der Teruma hergestellt werden, die ich geheiligt habe. Raschi betont damit, dass die Kleidungsstücke nicht von sich aus heilig sind, sondern dadurch heilig werden, dass sie von der Teruma gefertigt werden, die, weil sie für den Ewigen sind, heilig genannt wird.
Raschi: Ich erkläre nun den Efod und das Brustschild zusammen. Denn es könnte den Leser in die Irre führen, wenn ich versgenau erklären würde. Der Efod war in der Art eines Gewandes gemacht, wie ihn Frauen beim Reiten tragen. Der Kohen bekleidete damit seinen Rücken. Der Efod reichte bis unter die Achseln, war breit wie der Rücken eines Mannes und reichte hinunter bis zur Ferse. Oben war der Gürtel der Breite nach befestigt und war gewebt. Der Gürtel ragte über das Kleidungsstück hinaus, so dass man umgürten konnte. Dann gab es links und rechts am Gürtel Schulterbänder, die bis nach vorne knapp unter die Schulter reichten. Am Ende dieser Bänder befanden sich die Einfassungen für die Schohamsteine. Daneben wurden die Kettchen, an denen das Brustschild hing, befestigt. Auf diese Weise kam das Brustschild auf der Brust des Kohen zu liegen. Die Kettchen waren an Ringen am Brustschild befestigt. Auch am unteren Rand des Brustschildes waren zwei Ringe angebracht, ebenso am unteren Ende der Schulterbänder, dort, wo die Schulterbänder am Gürtel fixiert sind. Beide Ringe wurden mit einer himmelblauen Schnur verbunden, so dass das Brustschild fest verknotet war.
Im Text sind es drei Wollarten: himmelblau, purpurrot und karmesinfarben. Dies veranlasst Raschi zu erklären: Diese fünf Arten waren Faden für Faden gezwirnt. Das Gold wurde zu feinen Blechen gehämmert, die dann in feine Garne geschnitten wurden. Dann wurde dieser Goldgarn mit sechs Garnen der himmelblauen Wolle zu einem Faden gesponnen, ebenso mit sechs Garnen der purpurroten Wolle, ebenso mit sechs Garnen der karmesinfarbenen Wolle, ebenso mit sechs Garnen des Byssus. Dann wurden alle Fäden gezwirnt, also zusammengedreht, so dass der Zwirn aus 28 Fäden bestand.
Raschi: Und zwar nach der Geburtsfolge. Also auf dem ersten Stein: Reuven, Schimon, Levi, Jehuda, Dan und Naftali. Auf dem anderen Stein: Gad, Ascher, Jisachar, Sevulun, Josef, Benjamin. Und zwar wird Benjamin mit zweitem Jod geschrieben, wie bei seiner Geburt. Damit hat jeder Stein 25 Buchstaben.
Raschi erklärt: In den Stein eingegraben. So wie man den Siegel bei einem Siegelring eingräbt, mit dem man Briefe versiegelt.
Raschi: Damit der Heilige, gelobt sei er, die Stämme Jisraels vor sich geschrieben sieht und an ihre Frömmigkeit denkt.
Raschi: Hier wird nur erklärt, wofür diese Einfassungen, die am Efod sind, verwendet werden sollen. Das Gebot, die Kettchen herzustellen, kommt nachher, wenn es um das Brustschild geht.
Raschi: Weshalb heißt es „Schild des Rechts“? Es macht einen Irrtum im Recht wieder gut. Andere Erklärung: Es spricht durch die Lose klare Worte aus.
Raschi verwendet häufig die Wendung "andere Erklärung". Das bedeutet, dass er in der Traditionsliteratur verschiedene Erklärungen für denselben Sachverhalt findet und mehrere anführt, ohne zu entscheiden, welche Erklärung die "richtige" ist, da es für Raschi die Kategorie "richtig" und "falsch" ohnehin kaum gibt.
Raschi: Also gewebt und mit den fünf Arten, aus denen die Fäden bestehen.
Raschi: Das Brustschild hing an den Schulterbändern mit den Kettchen, so wie ich es vorher beschrieben habe.
Raschi: Es sind Vertiefungen, in die hinein die Steine gesetzt werden.
Raschi betont noch einmal, dass die Reihung der Namen der Geburtsfolge der Kinder entspricht.
Raschi: Das hebräische Wort kommt von „Wurzel“. Wie eine Baumwurzel den Baum mit der Wurzel fest in der Erde hält, so halten die Kettchen das Brustschild am Efod fest. Diese Kettchen wurden an Ringen festgemacht, die wiederum am Brustschild und an den Schulterbändern befestigt waren. Auch nach unten gab es Kettchen, so dass das Brustschild auch unten gehalten wurde, damit es nicht hin und her baumeln konnte.
Das ist der geschriebene Gottesname (der vierbuchstabige Name, das Tetragramm), der in die Tasche gelegt wurde. Durch sie konnte Aharon die Entscheidungen klar äußern. Im zweiten Heiligtum [dem salomonischen Tempel] gab es zwar das Brustschild noch, doch waren die Urim und Tumim darin nicht mehr enthalten.
Raschi: Auf diesen Mantel wurde der Efod als Umgürtung herumgelegt.
Raschi: Das Material, aus dem der Mantel bestand, hatte nur diese eine Art, nämlich die himmelblaue Wolle.
Daraus lernen wir, sagt Raschi, , dass die Panzerhemden der bewaffneten Jisraeliten einen doppelten Saum hatten.
Hier wird ein Verbot der Tora ausgesprochen: Du darfst ihn nicht zerreißen. Eigentlich hätte man es als praktische Anweisung verstehen können. Aber Raschi zählt dieses Verbot zur Anzahl der Verbote der Tora dazu.
Raschi: Das bedeutet, dass sie rund und hohl waren.
Nach Raschi hatten diese Glöckchen Klöppel im Inneren (damit sie auch klingeln konnten)
Zwischen zwei Granatäpfel kam ein Glöckchen. Raschi betont dieses Abwechseln so stark, weil der hebräische Text es nahelegen könnte, dass sich die Glöckchen in den Granatäpfeln befanden. So verstanden es denn auch andere Kommentatoren.
Raschi: Daraus kann man das Positive lesen: Wenn er alle Kleider anhat und ins Heiligtum geht, dann ist er nicht des Todes schuldig. Damit knüpft Raschi eine Todesschuld des Kohen nicht an die Glöckchen und deren Klingeln allein, sondern an die gesamte Kleidung des Kohen. Die Todesschuld wird nach Raschi übrigens nicht an die irdische Gerichtsbarkeit übergeben, sondern an die himmlische.
Das war nach Raschi ein zwei Finger breiter Streifen aus Gold, der die Stirn umgab von einem Ohr zum andern.
Raschi: Hierzu gibt es verschiedene Verse: Hier heißt es: Der Kopfschmuck liegt auf dem Band. Ex 39,31 heißt es: Und auf den Kopfschmuck legten sie das Band. Und im nächsten Vers (Ex 28,38) heißt es: Aharon trage es auf der Stirn. Und im *Talmud heißt es noch: Sein Haar soll zwischen Band und Kopfschmuck sichtbar sein, denn dort legte er die *Tefillin.
Um alle Aussagen gelten zu lassen, konstruiert Raschi den Kopfschmuck mit dem Band so, dass alle vier Aussagen stimmen. Am Ende meint Raschi: Damit sind alle Verse erfüllt: Der äußere Teil des Bandes ist auf dem Kopfschmuck, der Kopfschmuck ist aber auch auf dem inneren Teil des Bandes, das Band ist aber auch über dem Kopfschmuck.
Raschi: Welche Schuld bringt Aharon ins Reine? Er bringt nur soweit ins Reine, wie das Opfer wieder brauchbar gemacht wird. Alle anderen Vergehen sind damit nicht gemeint.
Nach Raschi bedeutet das zunächst: sühnen, ins Reine bringen. Aber auch die einfache Bedeutung gilt: Aharon trägt die Last der Schuld und damit wird die Schuld vom Heiligtum weggenommen.
Raschi: Das bedeutet nicht, dass Aharon den Kopfschmuck immer auf seiner Stirn trägt. Er trägt es ja nur zur Zeit seines Dienstes. Es gibt aber welche, die meinen, dass der Kopfschmuck nur dann wirkt, wenn es auch auf der Stirn von Aharon liegt. Deshalb ist der Vers so zu verstehen, dass Aharon, wenn er den Kopfschmuck auf der Stirn trägt, ihn beständig berühren soll, damit er ihn im Sinn behält.
Das waren nach Raschi Vertiefungen im Muster. Der ganze Rock wurde aus Byssus hergestellt.
Raschi: Vier Kleidungsstücke sollen für die Söhne Aharon hergestellt werden, mehr nicht: die hier erwähnten Röcke, Gürtel und Mützen, sowie die später erwähnten Beinkleider.
Damit ist ein gewöhnlicher Kohen anders gekleidet als der Kohen Gadol, der Hohepriester.
Raschi macht klar: Das, was bei Aharon steht, soll er angekleidet bekommen, und das, was bei den Söhnen steht, sollen sie angekleidet bekommen.
Raschi: Der hebräische Ausdruck „die Hand füllen“ meint: in ein Amt einsetzen. Es kommt jemand in das Amt und hat es von da an im Besitz. Das ist wie bei den Herren, die einem einen Handschuh in seine Hand geben, um ihm den Besitz der Sache zu übergeben. Deshalb heißt es auch: ein Amt „bekleiden“.
Raschi: Und zwar für Aharon und für dessen Söhne. Damit haben wir acht Kleidungsstücke für den Kohen Gadol und vier für den gewöhnlichen Kohen.
Raschi: Das meint sowohl den späteren Tempel als auch das Heiligtum [in der Wüste].
Raschi: Überall, wo dieser Ausdruck steht, meint er: Das Gesetz hat von jetzt an seine Gültigkeit und für die späteren Generationen ebenfalls.
Raschi fragt: weshalb einen Stier? Raschi sagt: wegen der Verfehlung durch das Goldene Kalb. Das war auch ein Stier.
Raschi erklärt: Von allen drei Arten wurden je zehn Kuchen gebracht. Auch wurde Öl dazugegeben, und nach dem Backen wurden die Brote mit Öl bestrichen, und zwar in Form des griechischen Chi, das dem hebräischen Nun sehr ähnlich ist.
Hier ist nicht ganz klar, was Raschi meint, da der griechische Buchstabe Chi eben nicht so aussieht wie ein Nun.
Und zwar in den Hof, wie Raschi ergänzt.
Raschi erklärt: Der Körper soll ganz in Wasser untertauchen.
Raschi: Und zwar so, wie ich es oben zu den einzelnen Kleidungsstücken erklärt habe.
Raschi: Auf den Kopf und zwischen die Augenbrauen. Er verband die drei Stellen so mit dem Finger, dass auch hier der griechische Buchstabe Chi zu sehen war.
Diese Überlieferung geht bereits auf den Talmud zurück und wird sehr unterschiedlich gewertet. Man ist keineswegs über den griechischen Buchstaben sicher. Dazu kommt, dass Raschi selbst an verschiedenen Stellen unterschiedliche Buchstaben im Sinn hat. Und außerdem ist das griechische Chi dem hebräischen Nun keineswegs ähnlich.
Also in den Hof, der vor dem Eingang des Heiligtums ist, wie Raschi präzisiert.
Raschi: Deshalb gab es am unteren Sockel einen Vorsprung, der um den Altar verlief. Darin wurde das Blut aufgefangen.
Hier scheint die Vorstellung dahinterzustehen, dass Blut grundsätzlich nicht vergossen werden darf. Aber wenn doch, dann gehört das Blut an den Altar des Ewigen und bewirkt dort eine kultische "Reinigung".
Normalerweise wird eine Chattat, ein Sündopfer, nicht verbrannt. Hier handelt es sich aber um das Einsetzungsopfer für die Kohanim und ist insofern etwas besonderes.
Raschi erklärt: Dazu nahm man ein Gefäß und besprengte damit den unteren Teil des Altares. Deshalb ging der Kohen auch nicht auf den Altar, sondern stand vor ihm. Nur für die Chattat waren die Hörner und die Finger vorgeschrieben.
Raschi: Der Ewige sagt: Es ist für mich ein Wohlgefallen, da ich gesprochen habe und meine Anweisung wurde ausgeführt.
Mit dieser Erklärung "entstofflicht" Raschi den Ausdruck "lieblicher Duft", der ja sehr material ist.
Raschi: Das ist ein innerer Teil der Ohrmuschel.
Raschi: Er wird als Friedensopfer gebracht, weil an ihm alles vollkommen ist. Und er bringt diese Vollkommenheit dem Altar, dem Kohen, der Dienst tut und den Eigentümern. Da zur Einsetzung Mosche Dienst tat, kam ihm das Opfer zu als Kohen, und Aharon und seinen Söhnen kam das Opfer zu als Eigentümer.
Raschi: Von diesen drei Arten wird je eines von den zehn gebackenen genommen. Nur hier wird Brot, das mit einem Opfer gebracht wird, auch verbrannt.
Sowohl der Eigentümer als auch der Kohen waren an der Schwingung beteiligt. Wie? Der Kohen legt seine Hand unter die des Eigentümers und gemeinsam schwingen sie. Mosche war der Kohen und Aharon und seine Söhne waren die Eigentümer.
Raschi erklärt: Und zwar schwangen sie in alle vier Himmelsrichtungen, denn Ihm gehört die ganze Welt. Auch schützte sie vor Strafen und schlechten Winden. Dann schwangen sie nach oben und unten, denn Ihm gehören Himmel und Erde. Auch schützte sie vor schlechtem Tau.
Auch der *Lulav wird nach allen vier Seiten und nach oben und unten geschüttelt.
Raschi erklärt: Die Teile der Schwingung werden auf den ersten Widder gelegt, der bereits als Ganzopfer auf dem Altar liegt.
Raschi: Die Brust schwingst und heiligst du für die künftigen Generationen, auf dass auch die späteren Generationen die Schwingung vollziehen. (Die Anweisung, die Brust zu schwingen, ist also keine einmalige Anweisung, sondern gilt für später gleichermaßen).
Es soll also ein ewiges Gesetz sein, dass Friedensopfer den Eigentümern gehören und Brust und Schenkel den Kohanim übergeben werden sollen, so erklärt Raschi.
Raschi: Nämlich an den Sohn, der Aharon im Amt folgen wird.
Raschi: Es ist also der Kohen, der an Jom Hakippurim ins Allerheiligste darf, um seinen Dienst zu verrichten.
Raschi: Weil das Friedensopfer, das sie bringen, heilig ist, müssen sie in den Vorhof gehen.
Wenn es im Hebräischen heißt: „am Eingang der Wohnung“, dann ist damit der gesamte Vorhof gemeint, sagt Raschi.
Aharon und seine Söhne sollen es essen, weil sie die Eigentümer sind, und niemand anderes.
Raschi erklärt: Von Aharon und seinen Söhnen wurde das dem Heiligen Fremde entfernt, so dass sie nun Kohanim sein können.
Da Aharon und seine Söhne vor der Einsetzung ja noch keine Kohanim waren, musste sozusagen alles von ihnen entfernt werden, was nicht zum Heiligen Bereich gehört. Das meint das hebräsiche „kipper“. Sie wurden durch das Essen ins Reine gebracht und erfüllten dann erst die Voraussetzung für die Kohanut.
Raschi: An allen sieben Tagen soll wie besprochen verfahren und geopfert werden.
Raschi: Das ist genau der Stier, der schon oben erwähnt worden ist. Er wird hier aber noch einmal erwähnt, um deutlich zu machen, dass er in diesen sieben Tagen täglich geschlachtet werden muss.
Raschi: Worin besteht die Heiligkeit des Altars? Der darauffolgende Vers sagt es: Alles, was den Altar berührt, wird selbst wiederum heilig. Also auch ein untaugliches Opfer heiligt der Altar. Daraus könnte man nun herauslesen, dass auch ein Opfer, das schon vor dem Heiligtum untauglich geworden ist, ebenfalls heilig wird, wenn es den Altar berührt. Ein Beispiel hierfür ist das Tier, das für den Götzendienst bestimmt war. Dem ist aber nicht so. Gemeint ist nur das Tier, das bereits auf dem Altar war und danach wieder untauglich wurde, zum Beispiel, weil es über Nacht liegen blieb, oder wieder aus dem Vorhof hinausgebracht wurde.
Raschi erklärt: Für das Gussopfer befanden sich auf dem Altar zwei silberne Schalen, die unten eine Öffnung hatten. Dort wurde das Gussopfer gegossen. Dort floss er auf den Altar, von dort nach unten zum unteren Sockel des Altars in die Erde, bzw. im Tempel: zu den Fundamenten des Altars.
Raschi erklärt: An jedem Tag, und es darf kein Tag sein, an dem das Opfer nicht gebracht wird.
Einige unserer Lehrer lernen daraus, dass sich der Heilige, gelobt sei er, vom Altar aus mit Mosche redete. Aber andere meinen, dass Er vom Deckel des heiligen Kastens aus mit Mosche sprach (vgl. Ex 25,22). Nach dieser Meinung würde sich der Vers hier auf den Kasten beziehen, und nicht auf den Altar.
Raschi lässt es also offen und bringt keine Entscheidung bei.
Raschi erklärt: Das Heiligtum wird durch die *Schechina geheiligt. Raschi führt hier auch einen *Midrasch an, der folgendes lehrt: Lies nicht „durch meine Herrlichkeit“, sondern „durch meine Geehrten“. Damit deutet der Vers bereits auf die Söhne Aharons voraus, die am Tag der Errichtung der Wohnung sterben und wie Gott durch Mosche sagt: Ich werde durch die geheiligt, die mir nahestehen (Lev 10,3).
Raschi versteht dies etwas anders: Unter der Bedingung, dass ich unter ihnen wohne.
Raschi: Dieser Altar hatte obenauf eine Platte, die ihn verschloss. Anders der kupferne Altar. Der war oben offen, und er wurde, wenn sie wieder lagerten, mit Erde gefüllt.
Raschi sagt: Der aussieht wie eine Krone. Die soll die Priesterwürde symbolisieren.
Die Angabe „vor den Vorhang“ reicht nicht. Denn der Altar könnte dann auch an der Nord- oder an der Südwand stehen. Deshalb steht noch eigens: „dem Deckel gegenüber“.
Raschi erklärt damit die zusätzliche Ortsangabe.
Raschi erklärt wie: Er nimmt die Dochte heraus, die nachts abgebrannt sind, und legt neue hinein.
Raschi: Die eine Hälfte der Gewürze am Morgen, die andere Hälfte am Abend.
Raschi: Nur dieses eine Räucherwerk, das ich geboten habe, gehört auf diesen Altar. Hierher gehört kein freiwilliges Räucherwerk. Und auch kein Gussopfer, kein Speiseopfer und kein Ganzopfer.
An Jom Kippur, wie Raschi feststellt. So steht es in Lev 16,18: „Er soll hingehen zum Altar, der vor dem Ewigen steht und bringe auf ihm ins Reine.“
Das ist die Chattat, also der Stier und die Ziege, die an Jom Kippur wegen der Verunreinigungen im Heiligtum geschlachtet wurden.