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Junge Tora Paraschat Noach
1. Cheschwan 5771 / 29. Oktober 2011

copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler

Die Arche

(6,9) Aber es lebte auf der Erde auch ein gerechter Mann. Der ließ sich nichts zu schulden kommen und lebte so, wie es sich G"tt vorgestellt hatte. Dieser Mann hieß Noach. Noach hatte eine Frau, und er hatte auch drei Söhne: Shem, Cham und Japhet. Da G"tt aber die Bosheit der Menschen rundum sah und wie sie, gar nicht nach seinem Sinn, lebten, sagte er zu Noach:

"Ich habe beschlossen, alle Lebewesen auszulöschen, denn sie sind so böse zueinander, dass ichs nicht ertragen kann. Du aber, der du gerecht lebst, du sollst dir ein großes Schiff, eine Arche (Tevah), aus Holz bauen. Teile die Arche innen in verschiedene Kammern auf und bestreiche sie innen und außen mit Teer, damit sie wasserdicht ist. Über hundertfünfzig Meter lang soll sie sein, über zwanzig Meter breit und fünfzehn Meter hoch. Mach ein schräges Dach darüber, und auf der Seite bring ein Fenster an. Innen sollst du drei Stockwerke einziehen, damit du viel Platz darin hast. Denn ich will eine riesige Wasserflut über die Erde bringen, damit alle Lebewesen, die auf der Erde leben, ertrinken. Alles auf Erden soll ein Ende finden. Nur mit dir möchte ich mich ganz besonders verbünden und dir Leben geben. Deshalb sollst du in die Arche gehen, wenn du sie fertiggestellt hast, du, deine Frau, deine Söhne und auch die Frauen deiner Söhne, deine ganze Familie. Und von allen Tieren sollst du je ein Paar in die Arche bringen, damit die ganzen Arten der Tiere erhalten bleiben, je ein Männchen und ein Weibchen sollst du in der Arche unterbringen. Also von allen Vögeln, die es auf Erden gibt, von allem Vieh und von allem Gewürm, das auf Erden kriecht, sollst du je ein Paar mit in die Arche nehmen, damit sie am Leben bleiben. Und du, Noach, vergiss nicht, Speise und etwas zu trinken mitzunehmen, damit du und die Tiere auch stets zu essen haben."

(7) Und Noach machte sich ans Werk, und er machte alles so, wie es ihm G"tt gesagt und geraten hatte, so machte er es.

Da sagte der Ewige zu Noach noch einmal: "Geh nun in die Arche, du und deine ganze Familie, denn du hast vor mir gerecht gehandelt und sollst nicht in den Wasserfluten umkommen. Und dann nimm von allen reinen Tieren je sieben Stück mit in die Arche, und zwar männliche und weibliche Tiere. Und von den Tieren, die nicht rein sind, nimm nur zwei Stück mit, ein Männchen und ein Weibchen. Und auch von den (reinen) Vögeln des Himmels nimm je sieben Stück mit, männliche und weibliche. So können alle Tierarten auf der Erde gut überleben. Denn du musst wissen, dass ich es in sieben Tagen auf die Erde regnen lasse, einen Regen, den noch niemand gesehen hat: Vierzig Tage und vierzig Nächte wird es ohne Unterbrechung regnen. Und der Regen wird die Erde ganz und gar bedecken und alles auslöschen, was es auf Erden gibt."

Und Noach machte alles ganz genau so, wie es der Ewige ihm gesagt hatte.

Noach war sechshundert Jahre alt, als der Regen auf die Erde stürzte und die Wasserflut hereinbrach. Da gingen Noach, seine Söhne, seine Frau und auch seine Schwiegertöchter mit ihm in die Arche hinein, um sich vor den Wasserfluten zu schützen. Und auch die Tiere und Vögel kamen alle selbst zur Arche und suchten darin ihren Platz.

Die Flut

Und nach sieben Tagen kamen die Wasser der Flut auf die Erde gestürzt, im sechshundertsten Lebensjahr von Noach, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag, an diesem Tag brachen alle Quellen der Tiefe auf, und der Himmel öffnete sich, und der Regen stürzte auf die Erde nieder, vierzig Tage und vierzig Nächte. Aber Noach, Shem, Cham und Japhet, und auch Noachs Frau und die Frauen seiner Söhne und die Tiere aller Arten, alles Gewürm und alle Vögel waren in der Arche und schützten sich vor den schweren Wassermassen.

Und der Ewige schloss hinter ihnen die Tür der Arche zu. Und als die Flut für vierzig Tage anschwoll, da hob sich die Arche und sie schwamm über dem Wasser und stand hoch über der Erde. Denn das Wasser war so hoch gestiegen, dass die Erde und selbst die höchsten Berge von Wasser bedeckt waren.

Und weil das Wasser so hoch gestiegen war, kamen alle Tiere, die auf der Erde lebten, um; alle Vögel, alles Vieh, alles Wild und alles Gewürm, das auf der Erde so wimmelte, und auch alle Menschen, die auf Erden lebten. Alles, was Leben hatte, alles, was auf dem Trockenen lebte, alles das kam um. So löschte G"tt alles, was auf der Erde war, aus, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels. Sie wurden alle ausgelöscht. Allein Noach und alle, die in der Arche lebten, blieben übrig. Und das Wasser stieg und stieg, einhundertfünfzig Tage lang.

(8) Dann endlich dachte G"tt an Noach und an alles Wild und an alle Haustiere, die in der Arche waren, und ließ einen Wind über die Erde brausen, damit die Wasser sich wieder zurückzogen und die Erde freigaben. Und die Quellen der Tiefe und auch der Himmel schlossen sich und der Regen hörte auf. Da verlor sich das Wasser allmählich, und nach einhundertfünfzig Tagen nahm es ab. Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag, da setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. Und es dauerte noch eine ganze Weile, bis das Wasser weiter zurückging und die Spitzen der Berge zum Vorschein kamen.

Erst nach vierzig Tagen öffnete Noach das Fenster der Arche, das er an der Seite eingelassen hatte, um einen Raben auszuschicken. Der flog eine Weile hin und her, bis die Erde vom Wasser trocken war. Danach schickte Noach eine Taube aus, um zu sehen, ob das Wasser vom Erdboden wirklich verschwunden war. Doch die Taube fand noch keinen trockenen Ort auf der Erde und kehrte zur Arche zurück. Hierauf wartete Noach noch einmal sieben Tage und schickte die Taube abermals aus. Da endlich kam die Taube - es war gegen Abend - zur Arche zurück, und sie hatte ein kleines Blatt von einem Olivenbaum in ihrem Schnabel. Daran erkannte Noach, dass das Wasser auf der Erde zurückgegangen und die Erde endlich trocken war. Daraufhin wartete Noach noch einmal sieben Tage, um die Taube ein weiteres Mal auszuschikken. Aber diesmal kam sie nicht wieder zurück. Da nahm Noach die Dekke der Arche ab, um nach draußen zu schauen. Da sah er, dass der Erdboden bereits trocken war.

Da sagte G"tt zu Noach: "Geh aus der Arche, du, deine Frau, deine Söhne und deine Schwiegertöchter. Alle Tiere, die mit dir in der Arche sind, nimm mit dir nach draußen, damit sie sich auf der Erde tummeln und fruchtbar sein und sich vermehren können." Da gingen Noach, seine Söhne, seine Frau und seine Schwiegertöchter aus der Arche hinaus und mit ihnen alle Tiere, die in der Arche waren.

Da baute Noach dem Ewigen einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln eines und ließ die Tiere zum Ewigen auf dem Altar (in Rauch) aufsteigen. Und als der Ewige den Duft der Tiere roch, sprach der Ewige: "Es wird nie wieder passieren, dass ich den Erdboden wegen der Menschen verfluche. Der Mensch sinnt eben von Anfang an nach Bosheit, aber ich will nie wieder alles Leben töten, wie ich es soeben gemacht habe. Solange die Erde besteht, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht wieder aufhören.

Der Regenbogen als Zeichen

(9) Nach all diesen Ereignissen segnete G"tt Noach und seine Söhne und sagte ihnen: "Seid nun fruchtbar, bringt Kinder zur Welt und bewohnt die ganze Erde. So werden die Tiere der Erde und die Vögel des Himmels vor euch erschaudern, denn über sie werdet ihr regieren, überall auf der Erde. Alles, was sich regt und lebendig ist, das soll euch zum Essen dienen. So, wie ich euch schon das Grünzeug zu essen gegeben habe, so gebe ich euch nun auch die Tiere zum Essen. Nur auf eines sollt ihr dabei achten: lebendiges Fleisch sollt ihr nicht essen, nicht einmal Fleisch, in dem noch Blut ist. Aber bei euch gilt: Ich verlange euer Blut des Lebens, wenn ihr euer Blut vergießt. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden. Denn der Mensch ist G"tt ähnlich geschaffen worden. Nun aber gilt: Seid fruchtbar, bekommt Kinder über und über."

Und G"tt sprach weiter zu Noach und zu dessen Söhnen: "Ich möchte nun mit euch und euren Nachkommen ein besonderes Versprechen geben (berit), euch und allen Lebewesen, die mit euch in der Arche waren. Ich will euch das Versprechen (berit) geben, dass die Lebewesen nicht mehr durch solch eine Wasserflut ausgelöscht werden sollen, keine Flut soll mehr über die Erde strömen, um alles zu vernichten." Und weiter sagte G"tt: "Und als Zeichen für dieses Versprechen, das ich euch und allen Lebewesen für alle Zeiten gebe, ist mein Bogen, den ich in die Wolken stelle. Immer, wenn ihr dicke Wolken am Him-mel ziehen seht, werdet ihr den Regenbogen am Himmel sehen. Dann denke ich an mein Versprechen zwischen mir und euch und allen Lebewesen und dass der Regen sich nicht mehr zur Flut zusammenströmt, um alle Geschöpfe zu verderben. Wenn der Regenbogen in den Wolken erscheint, dann will auch ich ihn sehen, um mich stets daran zu erinnern, welches Versprechen ich euch gegeben habe." Und G"tt sagte zum Schluss: "Das ist das Zeichen meines Versprechens, das ich zwischen mir und allen Wesen auf der Erde gegeben habe."

Die Geschichte Noachs nach der Flut

Die Söhne Noachs, die aus der Arche kamen, waren also Schem, Cham und Japhet. Diese waren die Söhne Noachs, und von ihnen stammten alle Bewohner der Erde ab. Noach wurde ein Ackermann und er begann, einen Weinberg zu pflanzen. Und es geschah auch einmal, da trank Noach vom Wein, und er trank ein wenig zu viel, so dass er davon betrunken wurde. Und weil er betrunken war, ging er in sein Zelt und legte sich ganz nackt hin, was damals nicht Sitte war. Da sah Cham, der den Landstrich Kenaan begründet hatte, die Scham seines Vaters und rannte sofort hinaus, um es seinen Brüdern zu erzählen. Da nahmen Shem und Japhet schnell das Gewand ihres Vaters, legten es sich selbst auf die Schultern, gingen rückwärts hinein ins Zelt, so dass sie die Scham ihres Vaters nicht sehen konnten, und bedeckten ihn mit seinem Gewand. Als Noach aber seinen Rausch ausgeschlafen hatte und wieder nüchtern war, hörte er, dass Cham ihn nackt gesehen habe. Da schrie er ihn an: "Ver-flucht soll Kenaan, dein Land, sein. Es soll der Knecht der Knechte sein." Und weiter sagte er: "Gelobt sei der Ewige, der G"tt von Shem, aber Kenaan sei ihm nur ein Knecht. Aber G"tt möge Japhet ausbreiten und ihn wohnen lassen in den Häusern von Shem, aber Kenaan sei ihnen nur ein Knecht."

Und Noach lebte nach der Flut noch 350 Jahre. Und alle Lebensjahre von Noach waren 950. Und dann starb Noach.

(10) Und Shem, Cham und Japhet bekamen Kinder über Kinder. Und auch diese bekamen wieder Kinder und so immer fort. Und die Menschen wurden so auf der Erde immer mehr und immer zahlreicher.

Der Turmbau

(11) Obwohl die Menschen schon viele geworden waren, so hatten sie alle aber doch nur eine einzige Sprache und sie konnten einander verstehen. Als sie nun weiter östlich zogen, fanden sie eine große Ebene im Land Schinear. Und dort ließen sie sich nieder. Dann sagten sie zueinander: "Kommt, wir wollen Ziegel formen und sie brennen. Wir wollen eine Stadt bauen, und inmitten der Stadt einen Turm, einen Turm, so hoch, dass er mit seiner Spitze in den Himmel hineinragt. Damit können wir uns einen großen Namen machen und wir brauchen uns nicht über die ganze Erde zu zerstreuen."

Als der Ewige das sah, stieg er herab, um sich die Stadt und den Turm genauer anzusehen, die die Menschen da bauten. Da sagte er zu sich: "Jetzt sind sie ein einziges Volk mit einer einzigen Sprache. Und das, was sie hier machen, ist nur der Anfang ihres Tuns. Wenn sie so weiter machen, wird ihnen dann nichts mehr missglücken, was immer sie sich ausdenken? Lasst uns also herabsteigen und ihre Sprache verwirren, so dass der eine die Sprache des andern nicht mehr verstehen kann." Da zerstreute der Ewige von dort aus die Menschen über die ganze Erde, und sie hörten auf, ihre Stadt weiterzubauen.

Darum hat man die Stadt, die die Menschen dort bauen wollten, Bavel genannt, weil der Ewige dort die Sprache der Menschen verwirrt und die Menschen über die ganze Erde zerstreut hatte.

Von Noach zu Avram

Noach hatte drei Söhne: Shem, Cham und Japhet. Shem hatte wieder Söhne und Töchter, sein erster Sohn hieß Arpachschad. Dieser hatte wieder Söhne und Töchter, sein Erstgeborener hieß Schelach. Schelachs Erster hieß Ever. Ever selbst wiederum hatte auch viele Kinder, sein Erster hieß aber Peleg. Auch Peleg hatte Kinder, von denen der erste Re´u hieß. Re´us Erster hieß Serug, Serugs Erster Nachor. Und Nachor wurde, neben vielen anderen Kindern, Terach geboren. Terach aber war der Vater von Avram, Nachor und Haran.

Haran hatte auch einen Sohn, der hieß Lot. Haran starb noch zu Lebzeiten seines Vaters Terach in dem Land, in dem er geboren worden war, also in Ur-Kadischim. Auch Avram und Nachor heirateten Frauen. Avrams Frau hieß Sarai, und Nachors Frau hieß Milka. Aber Sarai war unfruchtbar und konnte keine Kinder bekommen. Terach nahm seinen Sohn Avram und Lot, seinen Enkel (den Sohn Harans) und seine Schwiegertochter Sarai mit sich, und zusammen verließen sie Ur-Kadischim, wo sie bis dahin gelebt hatten, um in das Land Kanaan zu wandern. Aber sie kamen nur bis Charan, und dort blieben sie, bis Terach hochbetagt starb.

Fortsetzung Paraschat Lech Lecha

copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler

Devarim
Waetchanan
Eqev
Reeh
Schoftim
Ki Teze
Ki Tavo
Nizavim
Wajelech
Haasinu
Sot ha-Bracha

Paraschat Noach

Gen 6,9 - 11,32, Haftara: Jes 54,1 - 55,5

Einleitung
Fragen
Blog

Einleitung

Die ersten beiden Paraschijot stehen in der Spannung von Gut - Böse. Wurde im ersten Schöpfungsbericht noch stets betont, dass das, was Gott erschaffen hat, „gut“ war, so wird nun davon berichtet, dass seit der Vertreibung des Menschen aus dem Gan Eden die Menschen „böse“ wurden. Die Flut und die Erwählung des „gerechten“ Noach wollen dem zwar Einhalt gebieten, sind aber nicht in der Lage, „paradiesische“ Zustände zurückzuholen. Dennoch hat sich durch die Flut etwas geändert, auch wenn der Turmbau wieder der Versuch zu sein scheint, das menschliche Selbstbewusstsein zu überhöhen: Die Menschen machen sich nun nicht mehr gegenseitig fertig, sondern versuchen, in Einigkeit Großes zu leisten und über sich hinauszuwachsen, also mithilfe einer positiven Eigenschaft. Bereits unsere Rabbinen haben deshalb darauf hingewiesen, dass die Generation der Flut viel „böser“ war als die Generation des Turmbaus.
In der Logik der bisherigen Geschichte liegt denn auch, dass die Einheit der Menschheit von Gott gestört wird. Denn in der Schöpfung geht es um Ausdifferenzierung. Der Begriff der Einheit ist allein Gott vorbehalten. Menschliches Dasein gründet dagegen auf Unterscheidung und Differenz. Dies gilt schon im Physischen (die zwei Geschlechter), es gilt aber auch im Kulturellen (Differenz der Sprachen) und in räumlicher Hinsicht: Die Menschen sollen die ganze Erde füllen und nicht an einem Ort Richtung Himmel wohnen wollen. Insofern ist es nur konsequent, dass die beiden ersten Paraschijot von der Spannung Gut - Böse handeln. Denn der Mensch ist nicht nur physisch und kulturell ausdifferenziert, sondern in seinem Dasein immer ambivalent: Der Mensch ist nicht einfach nur gut, denn er hat immer auch die Möglichkeiten, anders zu sein. Und das ist der Tora sehr wichtig zu betonen: Es geht hier um Ambivalenz des Daseins und nicht um sich widerstreitende Prinzipien von Gut und Böse. Das Böse gibt es nicht als eigenständige Macht, sondern ist die Möglichkeitsbedingung für das Gute. Wer „gut“ sein will, hat stets die Möglichkeit, es nicht zu sein, weil „das Böse“ immer schon im Guten enthalten ist. Insofern ist es auch nur konsequent, dass sich im Judentum nie eine Erbsündenlehre durchgesetzt hat, da eine solche Lehre zu sehr von der selbstständigen Macht der Sünde und des Bösen ausgeht.

Fragen zur Parascha

A) Allgemeine Fragen zur Parascha

Weshalb wollte G"tt die ganze Welt vernichten und weshalb wählte er Noach und seine Familie aus, damit er neues Leben auf der Erde beginnen konnte?

Was (und wen) sollte Noach alles mit in die Arche nehmen?

Was ist das Zeichen dafür, dass G"tt die Welt und die Menschen nie wieder vernichten wird?

Weshalb wollten die Menschen einen Turm bis zum Himmel bauen?

Weshalb verwirrt G"tt die Sprache der Menschen?

B) Fragen für Fortgeschrittene

Noach sollte von den Tieren je ein Paar mit in die Arche nehmen. Weshalb sollte er aber von den koscheren Tieren sieben Paare mitnehmen?

Was bedeutet denn der Regenbogen für G"tt?

Welches war die Sprache, die die Menschen vor dem Turmbau sprachen?

copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler

Raschis Kommentar

Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.

Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.

Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".

Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen

Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.

Die Arche Die Flut Der Regenbogen als Zeichen Geschichte Noachs nach der Flut Der Turmbau Von Noach zu Avram