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copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
(1) *Ganz zu Anfang, als G"tt Himmel und Erde erschuf*, da war die Erde noch kahl und leer und überall herrschte Dunkelheit. Nur der Geist G"ttes schwebte über dem Wasser.
Da sagte G"tt: „Es soll Licht sein.“ Und es war dann Licht. Und G"tt sah, dass das Licht gut war, und machte einen Unterschied zwischen Licht und Dunkelheit. Und das Licht nannte er „Tag“, die Dunkelheit nannte er aber „Nacht“. Es war Abend, es war Morgen: ein Tag.
Dann sagte G"tt: „Es soll ein riesiges Gewölbe mitten durch das Wasser gehen und das Wasser zwischen oberem und unterem Wasser trennen.“ Und so geschah es auch: Das Wasser trennte sich in ein oberes und ein unteres Wasser. Und G"tt nannte das Gewölbe Himmel. Es war Abend, es war Morgen: ein zweiter Tag.
Dann sagte G"tt: „Es soll sich das Wasser unter dem Himmel an einem einzigen Ort sammeln, damit Trockenes entstehe.“ Und so geschah es: Das Wasser sammelte sich und gab Trockenes frei. Und G"tt nannte das Trockene Land, das gesammelte Wasser nannte er Meere. Und G"tt sah, dass es gut war.
Dann sagte G"tt: „Die Erde soll sich begrünen und Kräuter, Bäume und Pflanzen hervorbringen.“ Und so geschah es auch: Die Erde wurde grün, und Pflanzen und Bäume, Blumen und Kräuter wuchsen überall auf der Erde. Und G"tt sah, dass es gut war. Es war Abend, es war Morgen: ein dritter Tag.
G"tt sagte: „Es sollen Himmelskörper am Himmel aufleuchten, damit der Tag von der Nacht unterschieden werden kann. Sie sollen Zeichen für die Zeit sein, für den Tag und die Jahre, und sie sollen die Erde beleuchten.“ Und so geschah es: Die Sonne strahlte am Tag, der Mond und die Sterne strahlten in der Nacht. Und sie beleuchteten die Erde und schieden zwischen Licht und Dunkelheit. Und G"tt sah, dass es gut war. Es war Abend, es war Morgen: ein vierter Tag.
Dann sagte G"tt: „Das Wasser soll von lebendigen Wesen wimmeln, und über der Erde sollen Vögel durch die Luft fliegen.“ So schuf G"tt die Seetiere und Fische und alle Wesen, die im Wasser schwimmen und wimmeln, und auch die Vögel, die durch die Lüfte fliegen. Und G"tt sah, dass es gut war. Er segnete sie alle und sagte: „Seid fruchtbar und vermehrt euch und füllt die Meere. Auch die Vögel sollen sich über der Erde ausbreiten.“ Es war Abend, es war Morgen: ein fünfter Tag.
Dann sagte G"tt: „Auch die Erde soll lebendige Wesen hervorbringen.“ Und so geschah es: G"tt machte das Wild und das Vieh und alles Gewürm der Erde, und er sah, dass alles gut war. Dann sagte G"tt: „Wir wollen Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich, damit sie über die Fische, über die Vögel und über alle Tiere der Erde und über die ganze Erde regieren.“ Und G"tt schuf den Menschen nach seinem Bild, ihm ähnlich, als Mann und Frau schuf er ihn. Und G"tt segnete sie und sagte zu ihnen: „Seid auch ihr fruchtbar und vermehrt euch, füllt die Erde und regiert über die Fische, über die Vögel und über alle Tiere der Erde.“ Weiter sagte er: „Seht, ich gebe euch alles Kraut und alle Bäume zum Essen. Aber auch allen Tieren und allen Vögeln gebe ich das grüne Kraut zur Nahrung.“ Und so geschah es. Und G"tt sah alles, was er gemacht hatte, und er sah, dass es sehr gut war. Es war Abend, es war Morgen: der sechste Tag.
(2) So wurde Himmel und Erde und alles vollendet. Am siebten Tag vollendete G"tt sein Werk, das er gemacht hatte, und ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und G"tt segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von allem Werk, das er geschaffen hatte.
Das ist die Geschichte von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurde: Die Sträucher, Blumen und Pflanzen waren noch nicht gewachsen, da G"tt, der Ewige, noch nicht auf die Erde hatte regnen lassen. Auch gab es noch keinen Menschen, der die Erde hätte bearbeiten können.
Da geschah es, dass Feuchtigkeit aus dem Erdboden hervorkam und das ganze Erdreich nässte. G"tt, der Ewige, nahm vom Staub und von der feuchten Erde und bildete daraus den Menschen. Dann blies er den Lebensgeist in die Nase des Menschen, so dass der Mensch zu einem lebendigen Wesen wurde.
Nachdem er nun den Menschen gebildet hatte, pflanzte G"tt, der Ewige, einen Garten in Eden und setzte in diesen Garten den Menschen. G"tt, der Ewige, ließ allerlei Bäume in diesem Garten wachsen, schön anzusehen und die Früchte gut zum Essen, auch den Baum vom Leben und den Baum von der Erkenntnis des Guten und Bösen pflanzte er inmitten dieses Gartens...
G"tt, der Ewige, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit dieser ihn bearbeiten und bewachen konnte. Und G"tt, der Ewige, befahl dem Menschen: „Von allen Bäumen in diesem Garten magst du essen und es dir schmecken lassen. Aber von dem Baum von der Erkenntnis des Guten und Bösen, von diesem Baum sollst du nicht essen. Denn sobald du davon auch nur eine Frucht nimmst, wirst du sterben.“
Nachdem der Mensch in den Garten Eden gesetzt worden war, sagte G"tt: „Es ist nicht gut, dass der Mensch so ganz allein für sich ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die zu ihm passt.“ So bildete G"tt, der Ewige alle Tiere und alle Vögel aus der Erde und brachte sie vor den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde. Denn so, wie der Mensch die Tiere benannte, so sollten sie auch für immer heißen. Da gab der Mensch also allen Tieren ihre Namen. Aber eine Hilfe, die zu ihm passte, fand er nicht. Da schließlich brachte G"tt, der Ewige, einen tiefen Schlaf über den Menschen und nahm etwas aus der Seite des Menschen, verschloss die Stelle, baute das zu einer Frau und brachte die Frau zum Menschen. Da sagte der Mensch: „Dieses Mal ist es endlich ganz von mir. Sie soll ‘Frau´ heißen, weil sie vom ‘Mann´ ist.“ Das ist auch der Grund, weshalb der Mann seinen Vater und seine Mutter verlässt, um mit seiner Frau zusammensein zu können und mit ihr *Kinder zu haben*.
Und die beiden waren nackt, der Mensch, Adam, und seine Frau. Aber sie hatten noch keine Scham voreinander.
(3) Die Schlange war schlauer als alle anderen Tiere, die G"tt, der Ewige, gemacht hatte. Sie sprach zu der Frau:
„Hat G"tt zu euch wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?“
Da sagte die Frau: „Wir dürfen von den Früchten essen, ja, aber nur von dem Baum in der Mitte des Gartens, davon dürfen wir nicht essen, nicht einmal berühren dürfen wir ihn. Wir müssen sonst sterben, hat G"tt gesagt.“
Darauf erwiderte die Schlange zur Frau: „Ach was. Ihr werdet nicht sterben! Und auch G"tt weiß ganz genau, dass euch die Augen aufgehen werden und ihr, wie G"tt selbst, Gutes und Böses erkennen könnt, wenn ihr davon esst.“
Da sah die Frau den Baum in der Mitte des Gartens genauer an und sah, dass die Früchte sehr süß aussahen und dass sie bestimmt sehr gut schmecken würden. Schließlich nahm sie eine Frucht von diesem Baum und aß sie. Auch ihrem Mann, der bei ihr stand, gab sie eine Frucht, und auch er aß davon.
Da gingen ihnen plötzlich die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Deshalb flochten sie sich Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen, um sich an ihrer Scham zu bedecken.
Irgendwann hörten sie die Stimme G"ttes, des Ewigen. Er wanderte in der Kühle des Abends durch den Garten. Schnell versteckten sie sich, Adam und seine Frau, vor G"tt, dem Ewigen, hinter Büschen, irgendwo im Garten.
Da rief G"tt, der Ewige, nach Adam und sagte: „Wo bist du denn, Adam?“ Und der antwortete: „Ich habe deine Stimme im Garten gehört, und da fürchtete ich mich, weil ich doch nackt bin, und deshalb habe ich mich vor dir versteckt.“ Darauf sagte G"tt, der Ewige, streng zu Adam: „Wer hat dir denn gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?“ Ganz leise antwortete Adam: „Diese Frau, die du mir gegeben hast, die hat mir von diesem Baum gegeben. Ich habe dann eben gegessen.“
Daraufhin sagte G"tt, der Ewige, zur Frau: „Was hast du da getan?“ Schnell erwiderte die Frau: „Die listige Schlange, die hat mich irre gemacht. Und ich habe dann von dem Baum gegessen.“
Da wandte sich G"tt, der Ewige, endlich der Schlange zu und sagte: „Weil du das getan hast, sollst du von allen Tieren des Feldes verflucht sein: Fortan sollst du auf dem Bauch kriechen, und Staub sollst du fressen, solange du lebst.“
Und zur Frau gewandt sagte er: „Du wirst viel Ärger mit deinen Kindern haben, schon das Gebären wird für dich sehr beschwerlich sein. Nach deinem Mann wird's dich drängen, doch der will nur immerzu herrschen über dich.“
Und zu Adam gewandt sagte er: „Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten habe, soll der Erdboden um deinetwillen verflucht sein: Mit großer Mühe sollst du dich von ihm ernähren, Dornen und Disteln sollen dir die Arbeit auf dem Feld erschweren. Dein Brot sollst du dir hart verdienen müssen, bis du zur Erde zurückkehren wirst, von der ich dich genommen habe. Denn Staub bist du, und zu Staub sollst du wieder werden.“
Adam gab seiner Frau den Namen Chava, da sie die Mutter von allen Menschen wurde.
Danach machte G"tt, der Ewige, für Adam und Chava Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit. Und er sagte: „Nun, da der Mensch wie wir geworden ist und Gutes und Böses erkennen kann, schicke ich ihn aus dem Garten Eden fort, damit er nicht auch noch vom Baum des Lebens isst und so etwa ein ewiges Leben erlangen könnte.“ Und G"tt, der Ewige, schickte Adam und seine Frau Chava aus dem Garten Eden fort, damit er die Erde bearbeiten kann, von der er genommen wurde. Und so vertrieb er sie aus dem Garten und ließ zum Osten hin Keruven aufstellen, die mit flammenden Schwertern den Baum des Lebens bewachten.
(4) Adam und Chava lebten zusammen und *hatten schon im Gan Eden miteinander geschlafen*. Und Chava wurde schwanger und gebar einen Sohn, den sie Qain nannte. Einige Zeit später wurde sie wieder schwanger und gebar wieder einen Sohn. Den nannte sie Hevel. Beide wuchsen heran und wurden erwachsen. Hevel wurde Schafhirte, Qain dagegen wurde ein Ackerbauer.
Eines Tages brachte Qain von den Früchten der Erde ein Geschenk dem Ewigen. Und auch Hevel brachte von den Erstlingen seiner Herde ein Geschenk, von den Besten nahm er sie. Da wandte sich aber der Ewige nur Hevel und seinem Geschenk zu und freute sich über sie. Zu Qain dagegen wandte er sich nicht, auch freute er sich über sie nicht. Das verärgerte Qain sehr, und er war sehr traurig darüber. Aber der Ewige sagte zu Qain: „Warum lässt du deinen Kopf hängen und bist so traurig? Es gibt keinen Grund dafür. Denn hast du recht gehandelt, so kannst du hoch erhobenen Hauptes gehen. Wenn du aber nicht recht gehandelt hast, so wartet die Sünde schon auf dich und bedrängt dich. Aber denk daran: Du kannst sie beherrschen, wenn du es nur willst.“
Daraufhin begann Qain mit seinem Bruder Hevel *einen Streit* und sie gingen gemeinsam aufs Feld. Dort überfiel Qain seinen Bruder und erschlug ihn. Der Ewige sagte zu Qain: „Qain, wo ist dein Bruder?“ Der aber antwortete: „Was weiß ich! Soll ich etwa der Aufseher für meinen Bruder sein?“
Der Ewige aber sagte: „Was hast du da getan? Das Blut deines Bruders schreit von der Erde bis zu mir herauf! Deshalb sollst du verflucht sein. Für dich wird der Erdboden nichts mehr hergeben. Du wirst auf der Erde herumirren und überall flüchtig sein, keine Ruhe wirst du mehr finden!“ Da fing Qain zu weinen an und wimmerte: „Hab ich denn so Schlimmes getan, dass du mir nicht mehr verzeihen kannst? Schau: ich soll vor dir flüchten, mich vor dir verstecken. Jeder, der mich findet, kann mich erschlagen. Ich bin doch schutzlos jedem ausgeliefert!“ Daraufhin sagte der Ewige zu Qain: „Jeder, der Qain erschlägt, soll dafür siebenfach gestraft werden.“ Und der Ewige machte dem Qain ein Zeichen, das ihn vor anderen schützen sollte.
So zog Qain fort vom Ewigen und ließ sich im Osten des Gartens Eden nieder. Dort lebte er mit seiner Frau zusammen, und die gebar ihm einen Sohn, der Chanoch genannt wurde.
(5) Nachdem nun Qain seinen Bruder Hevel erschlagen hatte, gebar Chava, die Frau von Adam, noch einmal einen Sohn, den sie Seth nannte. Auch viele weitere Kinder, Söhne und Töchter, gebar Chava noch, von denen wir die Namen nicht mehr kennen. Und auch Qain und Seth und all die anderen Kinder von Adam und Chava bekamen selbst wiederum Kinder, und auch die wiederum hatten Kinder und so immer fort. Und die Erde bevölkerte sich auf diese Weise immer mehr und Menschen wohnten schließlich überall auf der Erde verstreut.
Aber die Menschen waren nicht immer gut zueinander. Sie stritten sich, belogen sich, betrogen und machten Dinge, die G"tt, dem Ewigen, sehr missfielen.
Da bereute der Ewige sehr, dass er die Erde und die Tiere und die Menschen erschaffen hatte, und er war sehr betrübt.
Da sprach der Ewige: „Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen. Und nicht nur den Menschen, sondern alles, was ich erschaffen habe, das Vieh bis hin zum Gewürm und die Vögel des Himmels, alles. Denn ich bereue sehr, dass ich sie erschaffen habe.“ Allein Noach fand Gefallen in den Augen des Ewigen.
copyright 2011 Hanna Liss u. Bruno Landthaler
Fortsetzung: Paraschat Noach
Gen 1,1 - 6,8; Haftara: Jes 42,5 - 43,10
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Bevor die Tora vom Volk Jisrael und den vielen Gesetzen für das Volk Jisrael erzählt, beginnt sie am äußersten Anfang: am Anfang der Welt. Das hat zunächst mit Jisrael nichts zu tun, denn dass die Welt erschaffen worden ist, betrifft alle Menschen, egal welcher Religion oder welchem Volk sie angehören. Und doch ist es wichtig, dass die Tora, das Gesetzbuch der Juden, an diesem Anfang einsetzt. Denn es ist G“tt, so erzählt die Tora, der den Jisraeliten die Gesetze gegeben hat, derselbe G“tt, der mit seiner Macht die ganze Welt erschaffen hat. Auf diese Weise bekommt die Tora eine ganz besondere Rolle für das Volk Jisrael zugewiesen. Manche Rabbinen haben das sogar so ausgedrückt, dass sie sagten, die Welt sei überhaupt nur deshalb erschaffen worden, damit dem Volk Jisrael die Tora gegeben werden und damit das Volk Jisrael die Gesetze einhalten konnte und kann.
Und weil die Geschichte der Menschheit nicht nur eine glückliche und zufriedene Geschichte ist, sondern auch ihre Schattenseiten hat (wie die Geschichte vom Gan Eden und von Qain und Hevel zeigen), bedarf es umso mehr eines Volkes, das diese Tora einzuhalten bereit und bemüht ist.
Die Tora selbst geht aber behutsam Schritt für Schritt vor: Zunächst erzählt sie von der Urgeschichte und stellt damit eine allgemeine Situation der Menschheit dar, dann erzählt sie von den Stammeltern, von denen dann das Volk Jisrael abstammt, dem später die Tora am Berg Sinai gegeben wird.
Die Tora will kein naturwissenschaftlicher Bericht sein und nicht davon erzählen, wie die Welt im Einzelnen entstanden ist. Ihr geht es allein darum, wie die Gesetzgebung am Berg Sinai ins Verhältnis zur Welt insgesamt gebracht werden kann. Deshalb sagt auch Raschi: Um der Tora willen wird die Welt erschaffen, und er stellt weiter fest, dass die Tora die Erschaffung der Welt nur in Bezug auf Jisrael erzählt. Die Erzählung von der Erschaffung der Welt hat also keinen eigenständigen Wert, etwa um zu erfahren, wie die Welt erschaffen wurde. Raschi bezieht daher einzelne Aussagen immer wieder auf das Leben der Jisraeliten (z.B. sind die Gestirne mit Blick auf die späteren Festtage der Jisraeliten geschaffen worden; das Wort „Wimmeln“ wird später im Kontext der Unterscheidung zwischen erlaubten und nicht erlaubten Tieren wichtig).
A) Allgemeine Fragen zur Parascha
In wie vielen Tagen wurde die Welt erschaffen? An welchen Tagen wurden mehrere Dinge auf einmal geschaffen?
Wodurch wurde die Erschaffung der Welt vollendet?
Wer gab den Tieren ihre Namen?
Welche Bäume standen in der Mitte des Gan Eden?
Antwortete die Frau der Schlange eigentlich korrekt, als diese danach gefragt hat, was G"tt verboten hätte?
Woher wusste G"tt, dass Adam vom Baum gegessen hat?
Von welchem Baum sollten die beiden Menschen auf keinen Fall essen? Was hat G"tt deshalb getan?
Welche Kinder von Adam und Chava kennen wir mit Namen?
Welches Opfer hat Hevel, welches Qain G"tt gebracht?
B) Fragen für Fortgeschrittene
Das Schabbatgebot wird später in der Tora mehrmals ausgesprochen. Es gibt sogar eine Stelle, an der das Gebot des Schabbat mit der Erschaffung der Welt verbunden wird. Welche Stelle ist das?
Als Adam und Chava verboten wurde, vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, da droht der Ewige ihnen an, dass sie sterben müssen, wenn sie davon essen würden. Welches sind aber die Strafen, die der Ewige verhängt? Und kannst du dir denken, warum die Strafen andere als die sind, die der Ewige angedroht hatte?
Als Qain sah, dass der Ewige nicht auf das Geschenk, das er ihm gebracht hatte, achtete, da wurde er traurig und wütend. Kannst du dir vorstellen, was die Antwort meint, die der Ewige dem Qain gibt?
Was bedeutet das ‚Qainsmal' (das Zeichen des Qain auf der Stirn)?
Im Text sind einige Wörter/Sätze unterstrichen. Wenn man mit der Maus darüber geht, dann macht sich rechts ein Fenster auf mit einem Kommentar.
Manchmal sind das nur erläuternde Sätze, oft aber versuchen wir hier, das wiederzugeben, was Raschi zu der entsprechenden Stelle kommentiert hat. Dadurch bekommt man eine Hilfe an die Hand, in welch unterschiedlicher Weise die Tora interpretiert werden kann.
Wir nehmen deshalb Raschi, weil er für die jüdische Auslegung der Bibel sehr wichtig geworden ist. Raschi hat es verstanden, die vielen Auslegungen, die es zu seiner Zeit in den Midraschim gab, zu bündeln und daraus sozusagen das Wichtigste zu betonen. Raschi hilft heute vor allem darin, uns zu lehren, den Text sehr genau zu lesen und immer wieder Fragen an den Text zu stellen. Für Raschi war der Text nie einfach nur da und schon gar nicht dafür da, ihn einfach "herunterzubeten".
Natürlich konnten wir hier den Raschi-Kommentar nicht vollständig wiedergeben, auch nicht wörtlich. Aber wir wollten wenigstens einen Eindruck verschaffen, in der HOffnung, auch den Bibeltext verständlicher werden zu lassen
Da wir hier noch eine Baustelle haben und wir Woche für Woche uns voranarbeiten, sind natürlich noch nicht alle Stellen kommentiert. Das werdet Ihr aber ganz einfach daran merken, dass im Text nichts mehr unterstrichen ist.