Willkommen bei Parascha – Die Junge Tora

 

 

Paraschat Mezora

Bevor das Thema „Unreinheit bei den Fortpflanzungsorganen“ wieder aufgenommen wird und damit die „Tora der Reinheit“ abgeschlossen wird, werden noch weitere Themen behandelt: zunächst wird die Frage behandelt, wie der an Aussatz Erkrankte wieder rein wird, und schließlich der Aussatz an den Häusern. Dieser Aussatz setzt (zusammen mit dem Aussatz an Kleidern) einen etwas anderen Akzent, da es bei der Unreinheit von Personen darum geht, wer für das Heiligtum tauglich ist. Bei der Kleidung steht das nicht im Vordergrund und Häuser können überhaupt nicht zum Heiligtum gebracht werden. Kleidung und Häuser sind aber die Dinge, die den Menschen unmittelbar umgeben und die sozusagen zu seinem Selbst gehören. Kein Mensch ohne Kleidung, kein Mensch ohne Haus. Deshalb werden sie bezüglich von äußerlichen Schädigungen eigens behandelt und in die Kategorie „rein“ und „unrein“ gebracht.
In der Einleitung zur letzten Parascha (Par. Tasria) haben wir schon darauf hingewiesen, dass Flüssigkeiten aus den Fortpflanzungsorganen bezüglich der Unreinheit unter besonderer Aufmerksamkeit stehen. Wir haben auch schon vermutet, dass es damit zusammenhängen könnte, dass das Gebot der Fortpflanzung das allgemeinste und zugleich das unjüdischste Gebot ist, weil es im Prinzip alle Menschen trifft. Fortpflanzung ist auch der Akt, in dem der Mensch selbst am ehesten schöpferisch ist, also eine Tätigkeit verübt, die dem göttlichen Schöpfungsakt am nächsten kommt. Deshalb unterliegt genau dieser Akt einer besonderen Gesetzgebung, um ihn unter das göttliche Gebot zu stellen.

 

Euer Paraschen-Team

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